Über 200 Unfälle - gefährliches Wochenende

Eine 51-jährige Motorradfahrerin wurde  bei Nienhagen schwer verletzt. Fotos: dpa
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Eine 51-jährige Motorradfahrerin wurde bei Nienhagen schwer verletzt. Fotos: dpa

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20. Mai 2012, 08:01 Uhr

Schwerin/Rostock | Stau auf der A 20 in Richtung Wismar nach dem Trabi-Treffen in Anklam, Caravan-Kolonnen auf der B 106 aus Richtung Ostsee, Biker-Klubs tuckern quer durchs Land - das erste warme Wochenende seit Wochen sorgte für ordentlich Verkehr auf den Straßen und leider landesweit für weit über 200 Unfälle. Gestern Morgen kam es in Anklam zu einem Unfall mit fünf beteiligten Autos. Eine 55-jährige Fahrzeugführerin aus Elmshorn hatte die Absicht, ihren VW am Fahrbahnrand hinter weiteren Autos abzustellen. Dabei verwechselte sie versehentlich das Gas- mit dem Bremspedal und schob vier Kraftfahrzeuge, die in Reihe vor ihrem Auto parkten, zusammen.

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Kreis Vorpommern-Rügen sind vier Menschen verletzt worden. Ein 45-Jähriger war mit seinem Auto auf der Bundesstraße 194 unterwegs, als er nahe Grimmen beim Abbiegen mit einem entgegenkommenden Wagen zusammenprallte. In dem anderen Fahrzeug erlitten der 20 Jahre alte Fahrer, eine 26-jährige Frau, ein zwei Monate alter Säugling und die 53-jährige Oma leichte Verletzungen. Die B194 war zweieinhalb Stunden halbseitig gesperrt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 24 bei Parchim sind am Freitagabend drei Menschen teils schwer verletzt worden. Ein 37-jähriger Autofahrer hatte zwischen den Anschlussstellen Parchim und Neustadt-Glewe in Richtung Hamburg vermutlich ein vorausfahrendes Fahrzeug mit Anhänger übersehen und fuhr auf das Gespann auf. Zwei weitere Fahrzeuge fuhren in die Unfallstelle, einer der Wagen krachte dabei in die Mittelleitplanke. Der 50-jährige Fahrer des Anhängergespanns erlitt bei dem Aufprall schwere Verletzungen. Die A24 in Richtung Hamburg wurde für drei Stunden gesperrt.

Ein Unfall mit einem Wohnwagengespann hat am Samstag den Verkehr auf der Autobahn 20 bei Rostock behindert. Der 69 Jahre alte Fahrer hatte nach Polizeiangaben bereits zum Überholen zweier Lastwagen angesetzt, als ihn selbst noch zwei Autos von rechts überholten. Diese seien so knapp vor ihm eingeschert, dass er abbremsen musste und sein Wohnwagen dabei ins Schlingern geriet und umkippte. Es ist niemand verletzt worden. Weil das Unfallgeschehen aber zunächst nicht klar war, landete ein Rettungshubschrauber auf der Autobahn. Die Richtungsfahrbahn Lübeck musste vorübergehend gesperrt werden. Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Eine angetrunkene Autofahrerin hat in der Nacht zum Samstag einen Auffahrunfall auf der Autobahn 20 bei Groß Sarau (Kreis Herzogtum-Lauenburg) mit fünf Verletzten verursacht. Die Frau fuhr zwischen den Anschlussstellen Groß Sarau und Lüdersdorf (Nordwestmecklenburg) in Richtung Rostock auf ein vor ihr fahrendes Auto auf, berichtete das Rostocker Polizeipräsidium gestern. Ihre vier Beifahrerinnen im Alter von 19 bis 71 Jahren und der 58-jährige Fahrer des anderen Fahrzeugs wurden verletzt. Sie kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei führte einen Atemalkoholtest durch, demnach hatte die Frau einen Wert von 0,9 Promille. Für die Bergungsarbeiten musste die Autobahn 20 in Richtung Rostock für die Reinigung der Fahrbahn kurzzeitig voll gesperrt werden.

Ein Motorradfahrer ist am Samstag im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit seiner Maschine gegen einen Alleebaum geprallt. Die Verletzungen des Mannes waren so stark, dass er noch an der Unglücksstelle starb. Sein 13-jähriger Sohn, der als Sozius auf der Harley-Davidson des Vaters mitfuhr, überlebte schwer verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Maschine sei aus noch ungeklärter Ursache auf der Landesstraße 16 zwischen den Ortschaften Hohen Pritz und Dabel von der Fahrbahn abgekommen. Bei einem Auffahrunfall auf Rügen sind am Samstag zwei Frauen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Der Fahrer aus Hannover hatte nach Polizeiangaben zwischen Thiessow und Lobbe links abbiegen wollen und wegen Gegenverkehrs gehalten. Ein nachfolgender Transporterfahrer bemerkte das zu spät und fuhr auf. Während eine 54-Jährige aus dem Auto ambulant behandelt werden konnte, musste eine weitere Mitfahrerin im Alter von 57 Jahren in ein Krankenhaus gebracht werden.

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