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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 07:43 Uhr

Tunnelfahrt in luftige Höhen

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2012 | 07:16 Uhr

Zugführer Thomas Lanz muss für alles gewappnet sein. Er muss unterwegs Triebfahrzeuge reparieren können und nach Schneefällen Schnee räumen. Er muss Erste Hilfe können und seinen Fahrgästen Mut zusprechen, wenn es ihnen auf der langen Tunnelfahrt unheimlich wird.

Der Arbeitsplatz von Thomas Lanz ist eine Zahnradbahn in der Schweiz, mit der er zum Jungfraujoch fährt. Ein Joch bezeichnet in der Natur eine Einkerbung im Gebirge, die einen Gipfel vom nächsten oder zwei Bergstöcke voneinander trennt. Das Besondere am Jungfraujoch: Es ist Europas höchst gelegener Bahnhof. Er liegt auf 3454 Metern über dem Meer und ist das ganze Jahr mit Schnee bedeckt. Es gibt in Europa keinen höheren Punkt, den man mit der Bahn erreichen könnte.

Das Jungfraujoch ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Touristen. Im vergangenen Jahr haben Thomas Lanz und seine Kollegen 765 000 Besucher nach oben gefahren. Die Eröffnung der Jungfraubahn am 1. August 1912 machte die drei Berge Eiger, Mönch und Jungfrau weltberühmt.

Die zwölf Kilometer lange Fahrt vom Ausgangspunkt bis zum Jungfraujoch dauert 50 Minuten. Mehr als die Hälfte der Strecke liegt im Tunnel. Wenn die Fahrgäste nach zwei Zwischenstopps auf Europas höchstem Bahnhof ankommen, zieht es sie sofort auf die Aussichtsplattformen. Bei gutem Wetter können sie 200 Alpengipfel sehen. An klaren Tagen reicht die Sicht unter anderem bis zum Schwarzwald.

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