Schwarzwild in MV : Trotz Jagd: Wildschweine werden nicht weniger

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Sie streifen an Stränden und in Städten herum und zerstören Grünanlagen: Dem Schwarzwild geht es in Mecklenburg-Vorpommern offensichtlich saugut.

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27. Juni 2017, 20:45 Uhr

Trotz der Bejagung wird die Zahl der Wildschweine im Land nicht weniger, wie das Agrarministerium am Dienstag in Schwerin mitteilte. Im Jagdjahr 2016/17 seien im Land etwa 59.000 Stück Schwarzwild erlegt worden. Damit werde hauptsächlich die jährliche Zuwachsrate abgeschöpft, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD). Und manchmal nicht einmal das: Laut Ministerium umfasst der Frühjahrsbestand beim Schwarzwild zwischen 17.000 und 25.000 Stück, etwa ein Wildschwein pro 100 Hektar Jagdfläche. Kommen die Frischlinge hinzu, wächst die Zahl auf das Doppelte bis Dreifache. Je nach Witterungs- und Ernährungsbedingungen würden 51.000 bis 75.000 Frischlinge pro Jahr hinzukommen.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will die Jagd auf Schwarzwild intensivieren, um zu einer Verringerung des Bestandes zu kommen. Das ist Thema eines Schwarzwildsymposiums des Kreises am Mittwoch in Anklam. Vertreter von Land und Kreis sowie aus wissenschaftlichen Einrichtungen, wie dem Leibnitz-Institut Berlin und der Universität Rostock wollen Erkenntnisse aus der aktuellen Schwarzwildbewirtschaftung diskutieren, hieß es. In Vorpommern- Greifswald kommen einem Medienbericht zufolge Wildschweine immer wieder in die Nähe menschlicher Siedlungen, wie in Greifswald-Ladebow, oder streifen an den Stränden und in Grünanlagen von Ahlbeck und Heringsdorf auf Usedom entlang.

Hinzu komme die Sorge um die Einschleppung der Afrikanische Schweinepest, die im Osten Polens und in den baltischen Staaten grassiert.

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