landwirtschaftliche Probleme : Trockenheit nervt Bauern

Nach der langanhaltenden Nässe haben die Bauern jetzt mit der Trockenheit zu kämpfen.
Nach der langanhaltenden Nässe haben die Bauern jetzt mit der Trockenheit zu kämpfen.

Auch Förster wegen fehlenden Regens in Sorge. Sandsturmrisiko wächst

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25. Mai 2018, 20:45 Uhr

Das anhaltende sonnige und warme Wetter sorgt für erste Probleme in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem in der Uecker-Randow-Region mit ihren lockeren und leichteren Böden gibt es auf den Feldern bereits Trockenheitsschäden an den Pflanzen, wie die Sprecherin des Landesbauernverbandes, Ann-Kristin Hanell, sagte. Betroffen seien vor allem Weizen, Gerste und Raps. „Die Pflanzen brauchen jetzt Wasser, damit es nicht zu größeren Schäden kommt“, erklärte Hanell. „Wo Trockenheitsschäden sind, kann es keine Höchsterträge geben. Alle anderen Landwirte bangen und hoffen auf Regen“, sagte sie.

Durch trockene Böden und kräftige Winde wächst auch erneut die Gefahr von Sandstürmen. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor der sogenannten Winderosion, die durch östliche Winde hervorgerufen werde. „Vermieden werden sollten aktuell das Walzen, Eggen und Striegeln, aber auch mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen“, appellierte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) an Landwirte. Rund 37 Prozent der Flächen im Land sind dem Ministerium zufolge winderosionsgefährdet. 2011 waren bei einem Massenunfall während eines Sandsturms an der Autobahn 19 acht Menschen ums Leben gekommen und 130 verletzt worden. Seitdem fordern Umweltschützer immer wieder Veränderungen in der Landwirtschaft, damit die Böden nicht brachliegen. Mit Zwischenfruchtanbau und Hecken etwa könnte der Bodenerosion begegnet werden. Förderprogramme des Ministeriums dazu waren zuletzt aber nur mäßig angenommen worden.

Auch den Wäldern macht das Wetter mit der Zeit zu schaffen. Im ganzen südlichen Landesteil und im äußersten Osten sowie auf Usedom gilt der Forstverwaltung zufolge bereits die zweithöchste Waldbrandwarnstufe, im Rest des Landes die dritthöchste. Bisher gab es in diesem Jahr laut Umweltministerium bereits fünf Waldbrände, im gesamten Vorjahr waren es sechs.

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