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FC Hansa Rostock : Trainer Vollmann überzeugt Vorstand

vom

Der Vorstand des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten schenkt dem Chefcoach Vollmann nach einem Krisengespräch trotz nur eines Sieges das Vertrauen.

svz.de von
erstellt am 28.Nov.2011 | 07:02 Uhr

Rostock | Peter Vollmann bleibt Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock. Der 53-Jährige, der in dieser Saison mit den Ostseestädtern lediglich einen Sieg aus 16 Partien und insgesamt elf Punkte holte, überzeugte gestern Nachmittag in einem 75-minütigen Gespräch den Vorstand des Clubs, dass er in der Lage sei, den Verein aus der momentanen Misere und zum Klassenerhalt zu führen. "Es war eine konstruktive Unterhaltung, in der wir alle Fragen zur sportlichen Situation erörtert haben und zu der Meinung gelangt sind, dass wir unseren Weg gemeinsam weitergehen wollen", erklärte Rostocks Manager Stefan Beinlich.

In den vergangenen Tagen führten die Verantwortlichen des Traditionsvereins zahlreiche Gespräche und wollten dadurch einen Schnellschuss aus den Emotionen heraus nach der desaströsen Vorstellung beim 2:5 gegen Union Berlin unbedingt vermeiden. "Es war klar, dass wir nach dieser Leistung der Mannschaft nicht zur Tagesordnung übergehen konnten. Daher haben wir den Trainer zu einem Gespräch gebeten. Das ist aber nichts Ungewöhnliches. Es kommt öfter vor, dass wir den Chefcoach zu unseren Sitzungen einladen", spielte Hansas Vorstandschef Bernd Hofmann die Situation ein bisschen herunter.

Letztlich gehen die Norddeutschen (17. Platz/11 Punkte) aber einen anderen Weg als die meisten ihrer Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt. Denn mit Schlusslicht FC Ingolstadt (18./10), dem Karlsruher SC (16./12), Alemannia Aachen (15./12), dem MSV Duisburg (13./16) sowie dem VfL Bochum (12./17) haben bereits fünf Teams aus dem Tabellenkeller einen Trainerwechsel vorgenommen. Lediglich der FSV Frankfurt (14./13) vertraut auch weiterhin auf Coach Hans-Jürgen Boysen.

Mit zwei Einheiten - um 9.45 und 14 Uhr - setzen die Rostocker heute ihre Vorbereitungen auf die schwere Auswärtspartie am Sonnabend um 13 Uhr bei der SpVgg Greuther Fürth fort. "Wir haben gegen Union gesehen, dass wir derzeit nicht in der Lage sind, ein Spiel zu machen. Dazu agieren wir in der Offensive einfach zu fehlerhaft, sind dadurch praktisch ins offene Messer gelaufen", analysierte Vollmann und will das taktische System ändern: "Es geht darum, dass wir uns auf das konzentrieren, was wir können. Daher werden wir auf 4-4-2 umstellen. So kann man am als Team besten die Kompaktheit wiederherstellen und muss dann versuchen, über Konter torgefährlich zu sein. In den ersten Spielen haben wir gesehen, dass es funktionieren kann. In diesen Begegnungen hatten wir rückblickend unsere größten Siegchancen."

Personell sind dem Fußball-Lehrer nahezu die Hände gebunden, weil der Kader nur bedingt Alternativen hergibt. Mit Mohammed Lartey (fällt bis zur Winterpause aus) sowie Tom Weilandt (noch zwei Partien gesperrt) stehen zwei Kreativköpfe derzeit nicht zur Verfügung.

Kapitän Sebastian Pelzer hat dagegen seinen Magen-Darm-Virus überwunden und soll heute ins Mannschaftstraining einsteigen.

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