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Schwerer Unfall im Showprogramm mit zwei Toten : Tragik bei der Rallye Deutschland

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Für Trauer sorgte bei der Deutschland-Rallye ein tödlicher Unfall vom Sonnabend. Bei einer Demo-Fahrt für Oldtimer in einem alten Triumph TR7 waren auf dem Nato-Übungsplatz zwei Fahrer aus den Niederlanden verunglückt.

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 08:38 Uhr

Trier | Für Trauer sorgte bei der Deutschland-Rallye ein tödlicher Unfall vom Sonnabend. Bei einer privat organisierten Demo-Fahrt für Oldtimer in einem alten Triumph TR7 waren auf dem Nato-Übungsplatz Baumholder zwei Fahrer aus den Niederlanden verunglückt. Sie kamen im strömenden Regen in der Arena Panzerplatte beim Giha-Sprung von der Strecke ab und prallten in eine Baumgruppe.

Gestern gab es bei der letzten Prüfung einen weiteren Zwischenfall. Ein WRC-2-Fahrzeug rutschte von der Strecke und verletzte zwei Personen, die sich in einer Sperrzone aufhielten. Die Verletzten wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Wertungsprüfung (WP) wurde abgebrochen.

Kremer-Crash mit Folgeschäden

Zu dem Zeitpunkt war Armin Kremer bereits auf dem Weg nach Hause. Nach seinem frühen ersten Ausfall bereits auf der Wertungsprüfung (WP) 3 am Freitag - er hatte mehrfach eine Leitplanke touchiert (wir berichteten) - konnte der Severiner nach der Reparatur seines Ford Fiesta RRC am Sonnabend laut Reglement zum Re-Start antreten. Aber auch dieser Tag stand unter keinem guten Stern: Auf der WP 11 "Arena Panzerplatte" über 41 km auf dem Truppenübungsplatz Baumholder scherte nach ca. acht Kilometern Antriebswelle hinten links ab. Kremer beendete die WP noch auf Platz 23. Im Service wurde dann aber entschieden aufzuhören.

Kremer: "Wir sind gut vorbereitet nach Trier gekommen, das Team hat alles gegeben, das Auto ist top. Wahrscheinlich hat der Bruch der hinteren Antriebswelle noch seine Ursache vom Leitplankendebakel am Freitag. Natürlich sind wir enttäuscht, schließlich wollten wir in der WRC02 auf`s Podium fahren."

Den Polen Robert Kubica (Citroën DS3 RRC) hatte Kremer als Favorit gesehen, mit Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) sah er sich im direktem Duell. Der von Skoda Deutschland eingesetzte Wiegand hatte ebenfalls Pech, die WP 13 "Petersberg" wurde ihm zum Verhängnis. Er rutschte von der feuchten Strecke und beschädigte die hintere linke Radaufhängung. Sepp Wiegand: "Es ist extrem bitter, dass das passiert ist. Bis dahin sah es sehr gut für uns aus."

Auch das im WM-Lauf angetretene VW-Werksteam wurde gebeutelt. Dazu Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor: "Nach zuletzt sehr erfolgreichen Rallyes und einem guten Auftakt für das Team bei der Rallye Deutschland mussten wir einen Rückschlag hinnehmen. Obwohl der Polo R WRC und unsere Fahrer bewiesen haben, dass Volkswagen auch auf Asphalt absolut konkurrenzfähig ist, sind wir dennoch aus dem Rennen um den Sieg. Sowohl Sébastièn Ogier als auch Jari-Matti Latvala haben die Rallye Deutschland angeführt. Doch um am Ende zu siegen, braucht es auch eine Portion Glück. Das hatten wir in den vergangenen zwei Tagen nicht." Ogier und Latvala rutschten von der Strecke, so war der Weg auf`s Podium frei für Daniel Sordo (Citroën DS3 WRC), er siegte mit 53 Sekunden Vorsprung vor Thierry Neuville und Mikko Hirnoven (beide Ford Fiesta WRC).

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