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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 18:15 Uhr

Wirtschaft : Tourismuskonzept gesucht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fünf Firmen wollen neues Strategiepapier für MV liefern

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Fünf Unternehmen konkurrieren um den Auftrag des Wirtschaftsministeriums, eine neue Tourismuskonzeption für das Urlaubsland MV zu erstellen. Sie legten ihre Angebote bis zum Abgabeschluss Ende voriger Woche vor, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Jetzt soll das wirtschaftlichste ausgesucht werden und das einreichende Unternehmen bis zur Jahresmitte den Zuschlag erhalten.

Die Konzeption soll 2017 fertig sein. Die Frage, wie viel Geld das Ministerium auszugeben bereit ist, ließ der Sprecher offen. Zu den Aufgaben des künftigen Auftragnehmers gehört demnach eine wissenschaftlich fundierte Analyse der gegenwärtigen Situation. Daraus soll er neue Schwerpunkte für die touristische Entwicklung des Landes identifizieren. „Stichworte sind hier: Ermittlung von Wachstumspotenzialen, Qualitätssicherung und Serviceverbesserung, Internationalisierung, Tourismus in ländlichen Räumen, Fachkräftesicherung und die Verknüpfung mit anderen Wirtschaftsbereichen“, sagte Ministeriumssprecher Gunnar Bauer. Die Ergebnisse sollen Grundlage der künftigen Förderpolitik des Landes für die Branche sein.

Nach Angaben des Landestourismusverbandes hängen rund 175 000 Arbeitsplätze in MV direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Verbandssprecher Tobias Woitendorf zufolge tritt die Branche gerade in eine neue Phase ein. „Die Märkte und die Ansprüche an Urlaub verändern sich.“ Die Gäste suchten vermehrt eine Gesamtqualität, die über das jeweilige Hotel und die unmittelbare Umgebung hinausreiche. Es gehe um die Identität der gesamten Region. MV habe ein starkes Naturpotenzial. Das müsse veredelt werden – was von regionaler Küche und regionaltypischen Unterkünften bis zur nachhaltigen Mobilität in der Ferienregion reiche. Das Urlaubsgefühl müsse von vorne bis hinten stimmen. „Die Gäste werden kritischer“, sagte Woitendorf.

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