zur Navigation springen

Tourismusbranche MV : Tourismus erwartet Herbst-Hoch

vom

Die Tourismusbranche in MV erwartet noch bis Anfang November eine starke Nachfrage an Übernachtungen. Im Ferienmonat Oktober sind mehr Übernachtungen registriert als im November und Dezember zusammen.

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2012 | 03:17 Uhr

Rostock | Die Tourismusbranche in MV erwartet noch bis Anfang November, wenn in einigen Bundesländern die letzten diesjährigen Herbstferien enden, eine starke Nachfrage an Übernachtungen. Eine Woche Herbstferien in Mecklenburg-Vorpommern gingen gestern zwar mit regnerischem Herbstwetter zu Ende. Auf das Stimmungsbarometer in der Tourismus- und Freizeitbranche im Land hatte der missliche Schlussakkord jedoch keinen Einfluss mehr. Denn die Ferienwoche hat nach Aussage von Tobias Woitendorf, Sprecher des Tourismusverbandes MV, "einen zufriedenstellenden Auftakt für den Oktober gesetzt". "Der Oktober ist die intensivste touristische Zeit in den Wochen vor den Feiertagen am Jahresende", so Woitendorf, "in diesem Monat registrieren wir landesweit mehr Übernachtungen als im November und Dezember zusammen". Durchschnittlich gebe es im Oktober 2,3 Millionen Übernachtungen in MV.

Das Ferienhoch schlug sich im Freizeitbad Wonnemar in Wismar in einer Verdoppelung der Gästezahl nieder. "Wir haben täglich mehr als 2000 Besucher gezählt", informierte Madlen Roggentin, Leiterin Marketing im Wonnemar. Der Jahresdurchschnitt liege bei täglich 1000 Gästen. Von den Ferien profitieren im Wonnemar seit geraumer Zeit ältere Badegäste über 50 Jahre besonders. "Da kein Schulschwimmen stattfindet, halten wir die Anlage ab acht Uhr für ältere Besucher bis zur allgemeinen Öffnungszeit um zehn Uhr frei", klärt Madlen Roggentin auf. Ein Service, der im nahen und weiteren Umkreis von Wismar sehr beliebt ist.

Viel Wasser begegnet auch den Besuchern des Müritzeums in Waren (Müritz), das die deutschlandweit größte Aquariumlandschaft für Süßwasserfische beherbergt. Die Mitarbeiter des Natur-Zentrums würden sich jedes Jahr auf die Herbstferien freuen, sagt Geschäftsführerin Andrea Nagel. "Dann kommen besonders viele Familien zu uns, auch aus anderen Bundesländern." Der Ferienaktionstag für Kinder beschäftigte sich diesmal mit dem Igel. Kunstvoll garniert in "FischArt" wurde die Naturausstellung in dieser Woche mit 28 Werken von zwölf regionalen Künstlern. Die Plastiken, Collagen und anderen Fisch-Kunstwerke werden am heutigen Sonnabend beim Genuss-Finale der Müritz-Fischtage versteigert. Laut Andrea Nagel fließt der Erlös in die Anschaffung eines neuen Aquariums, in das künftig der Goldene Hecht des Müritzeums gezeigt werden soll. Ein seltenes Hecht-Exemplar, gefangen im Malchiner See, dessen Schuppen aufgrund einer Pigmentstörung golden glänzen.

Der Herbstferien-Monat im Rostocker Zoo steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des vor vier Wochen eröffneten Darwineums. Nach Angaben von Zoodirektor Udo Nagel kamen bisher 65 000 Menschen in die neue Natur- und Erlebniswelt. "Das sind doppelt so viel Gäste, wie wir sonst zu dieser Zeit im Zoo verbuchen konnten." Der Anteil von Touristen von außerhalb lag bisher bei 60 Prozent. Nagel prognostiziert, dass dieser auf 70 Prozent steigen wird, nicht zuletzt, "weil im Darwineum der Eintritt für Kinder bis sieben Jahre kostenlos ist".

Wie in der Sommer-Hochsaison profitieren auch in den Herbstferien die Urlaubszentren im Land vor allem von gutem Wetter. Der "Goldene Herbst" in der ersten Hälfte der Ferienwoche lockte zahlreiche Berliner und Brandenburger kurzfristig auf die Insel Usedom und "viele Gäste auf die Fährräder", wie Kirstin May, Leiterin der Buchungszentrale der Usedom Tourismus GmbH, berichtet. Nicht umsonst gilt Mecklenburg-Vorpommern als beliebteste Region für Radler in Deutschland. Die Buchungszahlen lägen auf ähnlich gutem Niveau wie im Vorjahr. Ein Resümee, das auch Constance Patrunky, Geschäftführerin der Tourismuszentrale Rügen, zum Auftakt der Ferienzeit im Herbst zieht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen