„Multi-Kulti - Wer ist dein Gott" : Toleranz erfordert Wissen

Welche Religion will eigentlich was verbreiten, oder doch der Atheismus? Jugendliche auf der Suche nach Informationen. Collage: Michael-Günther Bölsche
Welche Religion will eigentlich was verbreiten, oder doch der Atheismus? Jugendliche auf der Suche nach Informationen. Collage: Michael-Günther Bölsche

Ein neues Projekt des Theaterfördervereins „Spot an" in Zusammenarbeit mit dem Landestheater wurde auf den Weg gebracht. Es gehe um das Thema Religionen und Politik. Bei jungen Leuten solle das Interesse geweckt werden.

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22. Mai 2012, 10:04 Uhr

Parchim | Ein neues Projekt des Theaterfördervereins "Spot an" in Zusammenarbeit mit dem Landestheater wurde am Freitag auf den Weg gebracht. "Es geht um das Thema Religionen und Politik und darum, wie sich vor allem junge Menschen in dieser Vielzahl der Angebote zurecht finden sollen", sagt Vereinsvorsitzender Dr. Fritz-Detlev Witte. "Multi-Kulti - Wer ist dein Gott" heißt dieses Projekt, das unter anderem von der Sparkasse Parchim-Lübz, dem Kirchenkreis Parchim und der Landeszentrale für politische Bildung finanziell gefördert wird. Ergänzt wird dies durch Eigenmittel des Fördervereins.

"Es geht darum, junge Leute für das Thema zu interessieren und das mit Hilfe des Landestheaters auf eine ganz besondere Art", sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Katrin Schulz. So können sich in den Wochen nach dem Beginn des neuen Schuljahres Achtklässler bis hin zu den Gymnasiasten mit dem Thema Religionen auf unterschiedliche Weise beteiligen. Projektleiterin und Koordinatorin des Projektes, Frauke Ditschuneit, denkt an die Erarbeitung szenischer Beiträge, Gedichtrezitationen oder die Nutzung anderer Genre, durch die sich die Jugendlichen selbst mit dem Thema auseinandersetzen, andererseits ihre Mitschüler zum Nachdenken anregen. In der heutigen globalen Gesellschaft spielen Religionen, ob Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus, Judentum und dergleichen eine immer stärkere Rolle. Nicht zuletzt gibt es kriegerische Auseinandersetzungen in einigen Weltgegenden.

Wie geht man mit Andersdenkenden in Sachen Religion in unserer Gesellschaft um? Akzeptiere ich sie oder beurteile ich sie mangels eigener Kenntnisse und übernehme einfach Vorurteile von anderen? "Ziel des bis Ende 2012 laufenden Vorhabens ist es, bei den Akteuren über die Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen die eigene Meinungsbildung und Toleranz gegenüber Andersglaubenden zu fördern. Ausdrücklich ist auch eine Auseinandersetzung mit Nichtgläubigen’ erwünscht", so Dr. Witte.

Im Ergebnis sollen etwa fünf bis 20-minütige Beiträge entstehen, die am 14. November auf der großen Bühne im Parchimer Theater anlässlich eines gemeinsamen Theaterevents verschiedener Schulen und Gemeinden unseres Landkreises zur Aufführung kommen. Die Vorbereitungen sind angelaufen und werden in den kommenden Wochen intensiviert, so dass nach den Sommerferien das Projekt direkt gestartet werden kann. Aber nicht nur Schüler der 8. bis zur 12. Jahrgangsstufe können daran teilnehmen, "auch Konfirmandengruppen oder Junge Gemeinden sind sehr willkommen", sagen die Projektakteure. Fachlehrer, Pastoren oder Gemeindepädagogen können sich bei Interesse an Frauke Ditschuneit unter 038 71 / 62 910 wenden.

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