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Schattenseite des Sommers : Todesursache: Wassersport

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bislang 15 Todesopfer in Mecklenburg-Vorpommern / Die meisten waren Einheimische

von
erstellt am 21.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Der Sommer ist zwar noch nicht vorbei, er hat aber bereits seine Schattenseite gezeigt: Die Zahl der tödlichen Unfälle beim Baden und beim Wassersport ist im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich hoch. 15 Menschen sind bisher in diesem Jahr ums Leben gekommen, wie aus neuesten Daten des Sozialministeriums hervorgeht.

Im Jahre 2009 verunglückten beim Baden noch sieben Menschen. 2011 waren nur zwei und 2012 sechs Tote zu beklagen. Dagegen bescherte das vergangene Jahr mit 21 tödlich Verunglückten die bislang traurigste Bilanz in Mecklenburg-Vorpommern. Unter den Toten befanden sich leider auch drei Kinder im Alter unter drei Jahren. Bundesweit gab es laut Informationen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 2013 sogar 446 Todesopfer. Die Schreckensbilanz löste heftige Diskussionen über die Sicherheit an den Stränden aus.

Besser wurde es in diesem Jahr nicht. „Die Ostsee ist keine Badewanne. Naturgewalten, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind, können verheerende Folgen haben“, warnte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) noch in der zweiten Juliwoche. Am Wochenende darauf starben bei heißem Strandwetter mit fast 30 Grad und kräftigem auflandigem Wind mit unberechenbaren Strömungen an der Ostseeküste acht Menschen.

Unter diesen Opfern war auch ein achtjähriger Junge der am Abend des 21. Juli an der Seebrücke in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) plötzlich verschwunden war und erst 20 Minuten später und zwei Strandaufgänge weiter von Rettungsschwimmern aus dem Wasser gezogen wurde. Der Junge starb nach der dramatischen Rettungsaktion in einem Krankenhaus in Rostock.

Wie das Kind stammen fünf weitere Badetote aus Mecklenburg-Vorpommern. Vier der ertrunkenen Urlauber wohnten in Sachsen, die anderen in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Hamburg und Thüringen. Die Opfer sind auch in diesem Jahr fast ausschließlich Männer im Alter über 50 Jahre.

Wie aus den Daten des Ministeriums weiter hervorgeht sind zwischen 15. Mai und 15. September 2014 landesweit etwa 1300 Rettungsschwimmer an der Ostsee und an 54 Badestellen an Binnenseen im Einsatz.

 

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