Bluttat in Kühlungsborn : Tod im Hotel bleibt mysteriös

Das tödliche Beziehungsdrama ereignete sich in einem Kühlungsborner Hotel.
Das tödliche Beziehungsdrama ereignete sich in einem Kühlungsborner Hotel.

Staatsanwalt bestätigt erweiterten Suizid. Zeugenaussagen sollen Motiv erhellen

svz.de von
15. März 2016, 20:45 Uhr

Der Tod des Ehepaars im Vier-Sterne-Hotel in Kühlungsborn bleibt mysteriös. Klar ist nun: „Man kann aufgrund der gerichtsmedizinischen Untersuchung deutlich feststellen, dass kein Fremdverschulden vorlag“, sagt Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Die Gesamtindizien wie die von innen versperrte Tür legten das nahe. Hotelangestellte und Polizei hatten die beiden 47-Jährigen am Sonntagmorgen gegen neun Uhr tot in ihrem Zimmer im zweiten Stock aufgefunden. Neben den beiden Leichen auf dem Boden: ein Messer. Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung wurden sowohl Fingerabdrücke vor allem auf dem Messer als auch Eintrittswinkel dieser wahrscheinlichen Tatwaffe untersucht. Der Todeszeitpunkt wird auf 8.40 Uhr beziffert.

Die Staatsanwaltschaft spricht von einem erweiterten Suizid. Wer wen tötete, ob Einvernehmen vorlag oder eine Gewalttat eines der Partner – die „weiteren Einzelheiten zu den Todesumständen“ – will Nowack nicht offenbaren. Grund dafür sei „nicht nur das postmortale Persönlichkeitsrecht, sondern auch das der Hinterbliebenen“, sagt der Staatsanwalt. Das Paar hinterlässt zwei Söhne.

Dass es sich um ein Beziehungsdrama handelte, liegt nahe. Spekuliert wird, dass der Ehemann seine Frau tötete und danach sich selbst. Angestellte sollen aus dem Zimmer Frauenschreie gehört haben. Zum Motiv, das zum erweiterten Suizid führte, ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter. Es werden Zeugen befragt vermutlich bis in die nächste Woche.

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