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Schweriner Helios-Klinik : Tod eines Patienten: Ermittlungen eingestellt

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Staatsanwaltschaft Schwerin hat die Ermittlungen eingestellt

Zweieinhalb Monate nach dem Tod eines Patienten während eines Stromausfalls auf der Intensivstation der Schweriner Helios-Klinik hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen hätten ergeben, dass der Tod des 29-Jährigen nicht auf den Stromausfall am 29. Oktober zurückzuführen ist, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Mittwoch mit. Er sei an seinen schweren Verletzungen gestorben, die er sich bei einem Unfall acht Tage zuvor zugezogen hatte. Der Ukrainer war nach früheren Angaben bei Malerarbeiten in einem Betrieb in der Nähe von Schwerin aus vier Metern Höhe von einer Leiter gefallen. Dabei hatte er schwerste Kopfverletzungen erlitten.

Am 29. Oktober 2013 war im Norden Schwerins wegen eines defekten Mittelspannungskabels für 17 Minuten der Strom ausgefallen. Bei Helios sprangen Sekunden später die Notstromaggregate an. Allerdings klappte die Weiterleitung auf die Intensivstation nicht. Die Beatmungsgeräte auf der Station fielen mehrere Minuten aus.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war die Beatmung des ukrainischen Patienten für lediglich 10 bis 15 Sekunden unterbrochen, bis ein Arzt sie manuell übernahm. Der Mann starb trotzdem. Auf der Intensivstation waren zu dem Zeitpunkt mehrere Patienten an Beatmungsgeräte angeschlossen. Kein anderer Patient erlitt gesundheitliche Schäden, wie die Staatsanwaltschaft damals mitgeteilt hatte.

 

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erstellt am 15.Jan.2014 | 15:05 Uhr

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