Sommerunwetter : Tief „Michaela“ fegt über MV hinweg

Glück im Unglück: Ein Baum beschädigt ein Auto in Parchim.  Die Insassen bleiben unverletzt. Fotos: michael-günther bölsche
Glück im Unglück: Ein Baum beschädigt ein Auto in Parchim. Die Insassen bleiben unverletzt. Fotos: michael-günther bölsche

Starkregen, Gewitter und Sturm: Unwetter hält Feuerwehren im Land in Atem

svz.de von
11. Juli 2014, 07:45 Uhr

Entwurzelte Bäume, überflutete Straßen und Brand nach Blitzeinschlag: Das Tiefdruckgebiet „Michaela“ hat in Teilen des Landes für Verwüstungen gesorgt. Mit reichlich Regenmassen und schweren Sturmböen zog die Gewitterfront am Mittwochabend über das Land. Insbesondere die Regionen von Parchim bis Plau am See und Wittenberge wurden schwer getroffen. Am Dienstag hatte es bereits den Raum Hagenow und die Prignitz erwischt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Verletzt wurde niemand.

In Parchim entwurzelte der Sturm eine Linde mit einem Umfang von rund 1,80 Metern. Der Baum fiel auf ein parkendes Auto und beschädigte es schwer. Die Insassen blieben unverletzt. Sie saßen nicht im Fahrzeug, als das Unglück passierte.

Umgeknickte und ins Wasser gefallene Bäume legten den Schiffsverkehr auf der Wasserstraße Elde-Müritz lahm. Die Feuerwehren der Region mussten unter anderem mit Schlauchboot ausrücken und Spezialgeräte zum Einsatz bringen, um die Hindernisse aus dem Nass zu holen.

Mehrere große Äste sowie Bäume knickte die Sturmfront auch entlang der Bundesstraße 198 um. Die Kameraden der Parchimer Feuerwehr hatten mehrere Stunden alle Hände voll zu tun, um die Fahrbahn wieder verkehrssicher zu machen.

In Marnitz und Suckow fiel kurzzeitig der Strom aus, nachdem in Slate drei entwurzelte Eichen eine Stromleitung trafen. Die Bäume sollen mehrere Jahrhunderte alt gewesen sein.

In Groß Godems überlasteten die Wassermassen eines Platzregens die Kanalisation. Eine Straße war komplett überflutet.

Zu Behinderungen im Zugverkehr kam es auf der Bahnstrecke zwischen Schwerin und Rehna. Hier war ein Baum auf die Schienen gestürzt.

Auch am Dienstag tobte ein heftiger Sturm. Die Windböen waren so stark, dass sie in Viez (Hagenow) mächtige bis zu 200 Jahre alte Eichen zu Fall brachten.

In Wittenberge standen am Dienstag sogar Wohnungen eines Mietshauses unter Wasser. Grund war ein Bruch eines Regenabflussrohrs, das durch die Wohnungen führt. Die Leitung konnte den Wassermengen des Starkregens nicht mehr standhalten.

In Zootzen bei Wittstock/Dosse schlug der Blitz am Dienstag in die Antennenanlage eines Einfamilienhauses ein und setzte den Dachstuhl in Brand.


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