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Rostock : Thierse befürwortet Ehrendoktor für Snowden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat sich auf die Seite der Befürworter gestellt.

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2014 | 08:28 Uhr

Im Streit um den Rostocker Ehrendoktor-Titel für den US-Whistleblower Edward Snowden hat sich der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) auf die Seite der Befürworter gestellt. „Ich finde die Idee der Rostocker sympathisch“, sagte der 70-Jährige der Wochenzeitung „Die Zeit“. Snowden sei „ein erstaunlich mutiger Mann“. Er hoffe überdies, dass der Protest der Deutschen gegen die NSA-Überwachung nicht nachlasse.

Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät will voraussichtlich heute darüber entscheiden, ob er bei seinem Vorhaben bleibt, den US-Amerikaner zum Ehrendoktor zu ernennen. Rektor Wolfgang Schareck hatte gegen das Verfahren Mitte Mai sein Veto eingelegt. Ihm sei „nicht plausibel“, welche besonderen wissenschaftlichen Leistungen Snowden erbracht habe. Ähnlich äußerte sich auch MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU): „Was hat Snowden denn für unser Land getan?“ Zuletzt hatte der Ex-Richter am Bundesverfassungsgericht, Brun-Otto Bryde, die geplante Ehrendoktorwürde für rechtmäßig erklärt.

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