Kultur in MV : Theaterreform Ost droht zu scheitern

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Bis jetzt ist von keinem Beteiligten der Vertrag unterschrieben

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13. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Eigentlich sollte schon alles unter Dach und Fach sein mit dem Staatstheater Nordost in Stralsund/Greifswald und Neubrandenburg/Neustrelitz. Eine Zielvereinbarung zwischen dem Kultusminister und den sechs beteiligten Städten und Kreisen aus dem Jahr 2015 nennt den 1. Januar 2018 als Gründungsdatum für die neue Theatergesellschaft. Bis jetzt ist jedoch von keinem Beteiligten der Vertrag aus dem Kultusministerium unterschrieben.

Bürgermeister und Landräte auf der einen und Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) auf der anderen Seite scheinen weiter voneinander entfernt denn je. Neubrandenburgs Bürgermeister Silvio Witt und der Landrat in der Seenplatte Heiko Kärger (CDU) fordern von Hesse entscheidende Nachbesserungen am Vertrag. Im Ministerium wird bereits darüber gesprochen, dass die Ministerin inzwischen auch bereit sei, das Projekt ruhen zu lassen. Sie selbst wollte sich gestern dazu nicht äußern.

Das Problem, um das es hinter den Kulissen geht, ist die Verteilung der Gesellschafteranteile. Klar ist, das Land wird zu 60 Prozent einsteigen. Die restlichen 40 Prozent sollen sich relativ gleichmäßig – aus Sicht von Neustrelitz und Neubrandenburg ungerechtfertigt – auf die Theaterträger verteilen. Neubrandenburg und Neustrelitz haben bereits zugesagt, ihren jährlichen Finanzierungsanteil um je 400 000 Euro zu steigern, sich an Tarifsteigerungen zu beteiligen und verzichten künftig auf wichtige Posten wie den Intendanten und den Generalmusikdirektor. Was das Land dafür zu geben bereit ist, scheint jetzt zu wenig. „Wenn nicht über die Beteiligungen gesprochen wird, dann können wir nicht unterzeichnen“, sagt Silvio Witt aus Neubrandenburg.

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