Theater-Debatte in MV: Kümmritz führt Erfolge Schwerins ins Feld

svz.de von
23. Juli 2012, 06:03 Uhr

Schwerin | Beim Ringen um eine neue Theaterstruktur im Land führt der Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Joachim Kümmritz, erneut das große Publikumsinteresse an seinem Haus und die Erfolge der Schauspieler ins Feld. In den vergangenen drei Spielzeiten sei das Theater mehrfach mit renommierten Auszeichnungen geehrt worden. In der nun beendeten Spielzeit 2011/2012 habe das Mehrspartenhaus mit knapp 200 000 Besuchern rund 10 000 Gäste mehr angelockt als in der Vorsaison. "Zu wünschen bleibt für die kommende Spielzeit, dass dies auch von Kulturpolitikern nicht unbeachtet bleibt, wenn es darum geht, über die Zukunft der Theater- und Orchesterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden", erklärte Kümmritz.

Der Spielbetrieb am Staatstheater in Schwerin konnte nur dank zusätzlicher Finanzspritzen von Stadt und Land aufrechterhalten werden. Das war bei anderen Theatern auf Kritik gestoßen. Um die Theater im Land zukunftsfähig zu machen, will die Landesregierung im Herbst ein neues Strukturkonzept vorlegen. Eine Beratungsgesellschaft erarbeitet dafür derzeit mehrere Modelle. Zur Kostendämpfung werden engere Kooperationen der Bühnen und Orchester angestrebt, Spartenschließung nicht ausgeschlossen.

Am Sonntag waren mit der letzten Vorstellung der Zirkusoper "Der Bajazzo" die Schweriner Schlossfestspiele zu Ende gegangen. Rund 36 000 Besucher kamen zu den 32 Vorstellungen im Zelt des Kölner Zirkus Roncalli.


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