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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 22:27 Uhr

Erdöl bei Barth : Testförderung beantragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das kanadische Öl-Unternehmen Central European Petroleum CEP will in MV Öl fördern

Tief in der Erde unterhalb von Saal bei Barth lagert offensichtlich eine genügend große Menge Erdöl, um dessen Förderung voranzutreiben. Dies haben erste Untersuchungsergebnisse von Proben ergeben, die nach dem Anschluss an die Lagerstätten gezogen wurden, sagte ein Sprecher des kanadischen Öl-Unternehmens Central European Petroleum CEP. „Wir haben vor, nun eine mehrmonatige Testförderung zu beantragen.“

Früheren Angaben zufolge ging CEP von einem Erdölvolumen von rund fünf Millionen Tonnen aus. Im Juni vergangenen Jahres war die Erdöl-Lagerstätte in rund 2700 Metern Tiefe an die Bohrung angeschlossen worden. Dazu wurden insgesamt 1500 Kubikmeter Flüssigkeit in das Bohrloch gepumpt. Mit dieser Stimulierung genannten Aktion waren die Gesteinsporen und Fugen geöffnet worden, die durch Schlammablagerungen bei den ersten Bohrarbeiten im Jahr 2011 verschlossen wurden. Anschließend konnte das im Speichergestein gebundene Öl ins Bohrloch fließen. Der CEP-Sprecher betonte erneut, dass es sich bei dieser Aktion nicht um das umstrittene sogenannte Fracking handele.

Als problematisch für CEP könnte sich das im November von der Bundesregierung vorgelegte Fracking-Gesetz erweisen. Die neuen Rahmenbedingungen sehen unter anderem vor, dass bei dem Umweltverträglichkeitsverfahren auch Umweltverbände hinzugezogen werden. Diesen werde auch ein Verbandsklagerecht eingeräumt. Es sei davon auszugehen, dass sich die Genehmigungen bei gleichen Untersuchungen über Jahre hinziehen könnten.

Die Investitionen über 25 Jahre wurden auf rund 700 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kämen nach Meinung von CEP Betriebskosten von mehr als 600 Millionen Euro und 340 Millionen Euro Förderabgabe ans Land. Trotz dieser immensen Kosten erhofft sich CEP einen Gewinn von rund 1,3 Milliarden Euro.

 

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