zur Navigation springen

Rostock : Terrorist Böhnhardt: Cousine wohnte in Rostock

vom

Eine Cousine des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt hat zum Zeitpunkt des Mordes an Mehmet Turgut im Februar 2004 offensichtlich in der Nähe des Tatortes in Rostock-Toitenwinkel gewohnt.

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 09:42 Uhr

Rostock | Eine Cousine des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt hat zum Zeitpunkt des Mordes an Mehmet Turgut im Februar 2004 offensichtlich ganz in der Nähe des Tatortes in Rostock-Toitenwinkel gewohnt. Wie die Zeitschrift "Superillu" berichtet, lebte die Frau lediglich einen Kilometer entfernt von dem Dönerimbiss "Mister-Kebap-Grill" im Neudierkower Weg. In dem Imbisscontainer wurde der 26 Jahre alte Türke vermutlich vom NSU-Trio Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe erschossen.

Die Frau bezeichnete die Nähe ihres damaligen Wohnortes zum Tatort als "Zufall". Sie habe zu der Zeit schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Vetter gehabt. Früher habe er sie allerdings mit seinen Eltern besucht.

Turgut war am Vormittag des 25. Februar 2004 von drei Kugeln im Kopf- und Halsbereich getroffen worden. Er hatte im Imbiss für einen entfernten Verwandten als Aushilfe gearbeitet. Der Mord in Rostock war der fünfte in einer Serie, der acht Türken und ein Grieche sowie eine deutsche Polizistin zum Opfer gefallen sind. Der Terrorzelle werden zudem zwei Sprengstoffattentate und fünfzehn Raubüberfälle zur Last gelegt. So soll das Trio auch für zwei Banküberfälle in Stralsund 2006 und 2007 verantwortlich sein. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte dennoch immer wieder betont, dass es keine Verbindungen zwischen den drei Terroristen und Mecklenburg-Vorpommern gab.

Böhnhardt und Mundlos hatten sich bei einer Festnahmeaktion 2011 das Leben genommen. Gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe beginnt am 6. Mai der Prozess.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen