Tempo-30-Zone für Koppelweg nötig

Sind sich einig: Heinz Zolldann und Gerd Schipplock möchten, dass möglichst bald ein Tempo-30-Schild gleich am Anfang des Koppelweges aufgestellt wird.
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Sind sich einig: Heinz Zolldann und Gerd Schipplock möchten, dass möglichst bald ein Tempo-30-Schild gleich am Anfang des Koppelweges aufgestellt wird.

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10. Juli 2012, 05:45 Uhr

Schwaan | "Ein Verkehrsschild, das die Höchstgeschwindigkeit im Koppelweg auf 30 Stundenkilometer begrenzt, muss unbedingt an den Anfang des Weges gesetzt werden", sagt Gert Schipplock. Der Geschäftsführer hat seine Baufirma nur etwa 50 Meter hinter der Abfahrt von der Bützower Straße in den Koppelweg angesiedelt und ihm fällt fast täglich auf, dass sich viele Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde halten. "Der Kinder zuliebe sollten sie stärker auf das Tacho achten", sagt Schipplock, der auch Mitglied im Bauausschuss ist.

Der Grund für seine Besorgnis: Der Fahrradweg der Bützower Straße endet an der Einfahrt in den Koppelweg. Die Kinder auf ihren Rädern seien dann auf sich gestellt, sagt Schipplock. Wenn aus Richtung des Wohngebietes ein Pkw zur Bützower Straße möchte, könnten die jungen Radler möglicherweise gar nicht so schnell ausweichen, fügt er hinzu. Er müsse oft sogar Kunden, die auf seinem Firmengrundstück parken, auf die Straße lotsen, damit sie sicher auf die rasant befahrene Piste kommen.

Tagesmütter und Kinder gehen auf Straße

Heinz Zolldann (SPD), ebenfalls Bau-Ausschuss-Mitglied, macht auf eine weitere Gefahrenquelle aufmerksam. "Es gibt hier in diesem Wohngebiet auch zwei Tagesmütter, die mit den Kindern oft auf der Fahrbahn gehen, weil kein Gehweg vorhanden ist", sagt Zolldann. Der 48-Jährige ist Tiefbau-Polier und arbeitet derzeit im Koppelweg, kurz vor der Einfahrt zur Alten Weide. Dabei falle ihm täglich auf, dass sich die Leute oft nicht an die Verkehrsregeln halten. "Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer sollte einfach so schnell wie möglich an den Anfang des Weges gesetzt werden, um die Sicherheit der kleinen und großen Schwaaner zu gewährleisten", sagt Heinz Zolldann.

Doch ganz so rasch, wie es sich die beiden Schwaaner wünschen, kann solch eine Ausschilderung nicht vollzogen werden. Darauf macht Birgit Nehls, Sachgebietsleiterin Bauamt, aufmerksam. "Wenn die Erschließung erfolgt, gibt es auch einen Beschilderungsplan, der bei der Verkehrsbehörde des Landkreises eingereicht wird", erläutert Birgit Nehls. Allerdings werde mit der Erschließung des Abschnittes vom Beginn der Alten Weide bis hinauf zur Nummer 40 nicht vor kommendem Jahr begonnen.

Antrag auf Einzelbeschilderung bei Verkehrsbehörde gestellt

Damit eventuell doch schon in den kommenden Monaten der Koppelweg zu einer ruhigeren Verkehrszone wird, hat Birgit Nehls bei der zuständigen Sachbearbeiterin nachgefragt. "Es wird ein Antrag auf eine befristete Einzelbeschilderung bei der Verkehrsbehörde des Landkreises gestellt", sagt die Fachfrau. "Damit die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet wird", fügt sie erlärend hinzu.

Zum Betrag der Erschließung kann sie nichts sagen. Nur soviel: Die Kosten für den Ausbau der Straßen in dem Bereich zwischen Alte Weide und der Hausnummer 40 seien schon im Kaufpreis der Grundstücke enthalten gewesen und schon abgegolten.

Dort, wo sich jetzt der Koppelweg befindet, war noch vor wenigen Jahren eine Koppel. Seit 2009 werden auf dem Areal, dass vor dem Wohngebiet Alte Weide und dem Reitstall Burmeister liegt, Grundstücke erschlossen. Diese erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, die Nachfrage ist groß. Von 24 Grundstücken sind derzeit nur noch sieben zu haben.

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