Kunstdenkmäler in MV : „Teepott“ und Müther-Bau

Auch der „Teepott“ ist jetzt im „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ zu finden.
Auch der „Teepott“ ist jetzt im „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ zu finden.

„Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ im Nordosten neu verlegt

svz.de von
15. August 2016, 21:00 Uhr

Das um 1900 von Georg Dehio begründete „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ ist für Mecklenburg-Vorpommern neu verlegt worden. Auf gut 800 Seiten fasst es die bedeutendsten Bau- und Kulturdenkmäler im Nordosten zusammen. Die Kosten für die wissenschaftliche Überarbeitung der Ausgabe aus dem Jahr 2000 betrugen 90 000 Euro, zwei Drittel davon kamen vom Land. „Die Texte befinden sich auf dem aktuellen Forschungsstand“, erklärte Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD). Die Würdigung im „Dehio“ sei eine wichtige Referenz bei der Beurteilung von Förderanträgen sowie für Planer, Architekten und Kommunen eine Grundlage für Sanierungen.

Etwa jedes dritte Denkmal in MV könne nun in dem aktuellen Handbuch nachgeschlagen werden, erklärte Dirk Handorf, kommissarischer Landeskonservator. Neu aufgenommen wurden etwa 62 Kirchen und 34 Herrenhäuser, wie Autorin Barbara Rimpel sagte. Das einstige Musterdorf Mestlin sowie technische Denkmäler wie Wassertürme und Mühlen, aber auch mittelalterliche Bürgerhäuser seien nun in dem Nachschlagewerk zu finden.

Der „Teepott“ Warnemünde und die Seenotrettungsstation Binz, beides moderne Betonschalenbauten von Ulrich Müther (1934-2007), wurden als jüngere Beispiele neu ins Verzeichnis der wichtigsten Denkmäler aufgenommen. Zugleich verschwanden Bauwerke wie Gutshäuser oder Scheunen aus der Liste, wenn sie stark verfallen oder bereits abgerissen waren. Das Werk eigne sich nicht nur für Lehre und Forschung, erklärte Handorf. Es sei auch ein fundierter Reisebegleiter für Kulturtouristen. Das Buch fördere das Geschichtsverständnis und die Identifikation mit der Region. „Es macht Denkmale verständlich.“  

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