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Bald Umzug ins Wismarer phanTECHNIKUM : Technikschau nimmt Gestalt an

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Ein Spaziergang durch den Bürgerpark bis zum gläsernen Pavillon der Technikschau ist bei diesem durchwachsenen Wetter genau das Richtige. Dies zumindest fanden Karin und Fritz Altmann aus Schollene bei Rathenow.

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erstellt am 07.Aug.2012 | 10:42 Uhr

Wismar | Ein Spaziergang durch den Bürgerpark bis zum gläsernen Pavillon der Technikschau ist bei diesem durchwachsenen Wetter genau das Richtige. Dies zumindest fanden Karin und Fritz Altmann aus Schollene bei Rathenow. Ihre erste Besichtigungsstation ein in die Jahre gekommener PKW P 70, Vorläufer des legendären Trabis, setzte bei ihnen gleich Erinnerungen frei: "Mit dem P 70 Motor haben wir gute Erfahrungen gemacht". Mit ihrem damaligen Zweitakter bewegten sie sich allerdings nicht im Straßenverkehr, sondern per Boot. "Mit nur 22 PS sind wir immer gut gefahren, sogar Wasserski", gerieten die beiden heutigen Ruheständler richtig in’s Schwärmen. Und dies, obwohl alles 47 Jahre zurückliegt. Das Boot selbst war damals als Bausatz erhältlich und enthielt sogar edles Mahagoni Holz. "Ein zuverlässiger Antrieb und sparsam im Verbrauch", sind sie noch heute des Lobes voll. Ihre maritime Freizeitmöglichkeit endete jäh, als urplötzlich der gesamte Bootsschuppen mit Inhalt abbrannte.

Dass sie sich so gut in Wismar auskennen, ist ihrem Urlauberstatus geschuldet. Seit zehn Jahren sind sie Stammgäste auf der Insel Poel. Als sie erfuhren, dass der Verein Technisches Landesmuseum (TLM) plant, die Präsentation zur Technikgeschichte Mecklenburgs in diesem Jahr früher als sonst zu schließen, handelten sie.

Die TLM Betriebs GmbH als neuer Träger bestätigte inzwischen das geplante Saisonende am 31. August. "Bedingt durch die Bauarbeiten und die anfallenden Aufgaben im zukünftigen phanTECHNIKUM wird die Saison 2012 früher beendet als in den vergangenen Jahren. Alle Kräfte werden für den Betrieb des neuen Technik-Erlebniszentrums an der Lübschen Burg eingespannt", heißt es in einer Mitteilung. Bis dahin kann die interessante Schau noch täglich außer dienstags von 10 bis 17 Uhr besucht werden.

Im neuen Museum, dem phanTECHNIKUM wird derzeit viel bewegt. Fast immer ist dort TLM-Mitarbeiter Norman Poschwata in blauer Arbeitsjacke anzutreffen. Er zeigt auf eine historische Dampfmaschine, die in der so genannten Lufthalle abgestellt ist. "Leipziger Dampfmaschinen- & Motorenfabrik- vormals Ph. Swiderski Leipzig", ist auf dem Messingschild der Technik von einst zu lesen. Das wuchtige Schwungrad und die Riemenscheibe lagern noch getrennt. "Die Gesamtmontage erfolgt, wenn der endgültige Standort feststeht", erklärt der Technikchef.

Fest aufgehängt ist dagegen in der so genannten Wasserhalle der zehn Meter lange Modellrumpf eines Containerfrachters aus dem Jahre 2000. Das Exponat aus der Hamburger Schiffsversuchsanstalt gelangte in zwei Teilen, jeweils 500 Kilogramm schwer, nach Wismar. Die Gesellschaft erhält das Modell demnächst auch vom Ursprungs Dieselantrieb des Segelschulschiffes "Gorch Fock", sowie einer Zweizylinder Schiffsdampfmaschine. Als Kontrast stellt das Unternehmen Schottel einen modernen Schiffspropeller dazu.

Dass bis zum Herbst nicht nur auf Handwerker sondern auf alle TLM-Mitarbeiter noch ein großes Stück arbeit warten, daraus macht Poschwata keinen Hehl. Doch es geht inzwischen sichtbar vorwärts bei der Inneneinrichtung und Außenbereichsgestaltung des künftigen technischen Erlebniszentrums.


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