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Die Folgen des Mindestlohns : Taxifahren wird zu Jahresbeginn teurer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Taxifahren wird zu Jahresbeginn teurer: Mit der Mindestlohneinführung von 8,50 Euro haben mehrere Taxi-Unternehmen einen Antrag auf Erhöhung der Taxitarife gestellt.

Taxifahren wird zu Jahresbeginn teurer: Mit der Mindestlohneinführung von 8,50 Euro haben mehrere Taxi-Unternehmen einen Antrag auf Erhöhung der Taxitarife gestellt. Befürchtet werden darüber hinaus Jobverluste. „Während alle Branchen Lohnerhöhungen für die eigenen Mitarbeiter sofort über Preisanhebungen an ihre Kunden weitergeben können, ist dies für die Taxi-Unternehmen in Deutschland nicht möglich. Die Tarife für Beförderungsleistungen werden von den Kommunen festgelegt“, sagte Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands.

Daher haben einige Landkreise und Städte schon frühzeitig reagiert – im Kreis Ludwigslust-Parchim ist der Grundpreis zum 1. November bereits um 70 Cent auf 3,20 Euro gestiegen, der Kilometerpreis um bis zu 80 Cent. Im Landkreis Rostock werden die Preise ab Januar 2015 angehoben. „Das neue Tarifsystem wurde aufgrund eines Gutachtens beschlossen, welches unter anderem den Mindestlohn mit einbezieht. Außerdem wurden die Preise seit mehr als zehn Jahren nicht angehoben“, so Kreissprecher Kay-Uwe Neumann. In die neuen Tarife fließen ebenfalls die erhöhten KFZ-Versicherungen, erhöhten Kraftstoffpreise und höheren Reparaturkosten hinein. Im Landkreis Nordwestmecklenburg wurde nach einem Pflichtanhörverfahren, bei dem sowohl der Landestaxiverband MV als auch die Taxi-Unternehmen zu Wort kamen, eine Tariferhöhung von etwa zehn Prozent beschlossen. „Dies soll ein kostendeckendes Arbeiten ermöglichen“, so Kreis-Sprecherin Petra Rappen. Zum 1. Februar sollen die neuen Preise gelten. Der Grundpreis beträgt dann in der Zeit von 6 bis 22 Uhr 2,80 Euro und von 22 Uhr an 3,80 Euro.

In Schwerin haben die Taxiunternehmen eine Erhöhung der Preise für Kurzfahrten beantragt – für den dritten und vierten Kilometer je um 50 Cent auf 2 Euro. In Vorpommern-Greifswald verlangen drei Firmen höhere Tarife. In Vorpommern-Rügen habe sich die Mehrheit der Taxiunternehmen gegen eine Preiserhöhung ausgesprochen, teilte Kreissprecher Olaf Manzke mit.

Derzeit gebe es im Nordosten rund 320 Taxi-Betriebe, die über etwa 850 Wagen verfügen. Definitiv komme es zu einer Verringerung der Fahrzeuge, einem Gesundschrumpfen der Branche, prognostizierte Thoralf Keiler, Vorsitzender des Landesverbandes für das Taxi- und Mietwagengewerbe.

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