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Mecklenburg-Vorpommern

20. August 2017 | 00:32 Uhr

DDR-Papiere : Tausende Ausweise laufen ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Papiere beantragen / Bürgerämter in MV erwarten Ansturm

Tausende ehemalige DDR-Bürger müssen bis Ende 2015 neue Personalausweise beantragen. In Neubrandenburg etwa verlieren im kommenden Jahr 12 505 Ausweise ihre Gültigkeit, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Das seien 60 Prozent mehr als 2014.

Einen ähnlichen Ansturm erwarten die Städte Rostock (rund 42 000 Anträge), Schwerin (15 000) und Greifswald (10 000).

Hintergrund ist die Abschaffung der alten DDR-Papiere im Jahr 1995: Bis zum Jahresende mussten die Ost-Dokumente damals ersetzt werden.

Die zehnjährige Gültigkeit der danach ausgestellten Ausweise endet daher bald zum zweiten Mal. Schon 2005 gab es eine erste Antragswelle: „Der Besucherandrang war damals enorm“, sagte eine Sprecherin der Stadt Greifswald rückblickend. Zwar sei die Bearbeitung reibungslos verlaufen – doch die Wartezeiten waren lang. Damit sich das nicht wiederholt, rüsten einige Städte mit neuer Technik auf. In Schwerin etwa wurden ein Programm zur Online-Terminvergabe sowie eine modernere Aufrufanlage angeschafft.

Die Bürger können ihre Sprechzeit damit 90 Tage im Voraus reservieren. Das soll die Wartezeiten und den Bearbeitungsaufwand verringern, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke).

Die Stadt Neubrandenburg hat ein ähnliches System schon 2013 eingeführt. Dort erfolgt die Terminvergabe jedoch nur 30 Tage im Voraus.

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