Mecklenburg-Vorpommern : Tarifverhandlungen für Groß- und Außenhandel gestartet

Verdi fordert einen Euro mehr pro Stunde für alle Beschäftigten sowie bis zu 1000 Euro Ausbildungsvergütung pro Monat.

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06. Mai 2019, 15:47 Uhr

Für die rund 15 000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern haben am Montag in Kuhs (Landkreis Rostock) Tarifverhandlungen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi fordert nach Angaben des Arbeitgeberverbandes AGA einen Euro mehr pro Stunde für alle Beschäftigten sowie bis zu 1000 Euro Ausbildungsvergütung pro Monat.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderung ab, wie der Leiter der AGA-Verhandlungskommission, Volker Hepke, nach der Vertagung der Gespräche auf den 7. Juni mitteilte.„Die pauschale Forderung nach einer Lohnsteigerung von einem Euro würde in den unteren Lohngruppen eine Anhebung von knapp zehn Prozent bedeuten“, erklärte er. Die geforderte Steigerung bei den Vergütungen der Auszubildenden läge demnach im zweiten Ausbildungsjahr bei 23 Prozent. Das gehe an der betrieblichen Realität der Unternehmen vorbei, zumal sich die Anzeichen für eine abschwächenden Konjunktur weiter verdichteten, sagte Hepke.

Er kritisierte auch die von Verdi geforderte Laufzeit für den Tarifvertrag von zwölf Monaten. Dieser ist aus Sicht der Arbeitgeber zu kurz. Die Unternehmen bräuchten eine deutlich längere Laufzeit, um sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, sagte Hepke.

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