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Beamtenbund will keine Abstriche in MV zulassen : Tariferhöhung 1:1

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Jeden vierten Euro gibt MV für das Landespersonal aus, für 25.000 Angestellte und knapp 15.000 Beamte. Im Etat 2013 sind 1,82 Milliarden Euro vorgesehen, wahrscheinlich zu wenig angesichts des jüngsten Tarifabschlusses.

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erstellt am 01.Apr.2013 | 06:50 Uhr

Schwerin | Der Beamtenbund Mecklenburg-Vorpommern strebt die unveränderte Übertragung der im März für Landesangestellte vereinbarten Tariferhöhung auf die 15 000 Beamten im Nordosten an. "Das Kieler Modell mit Abstrichen bei höheren Gehaltsgruppen und längeren Laufzeiten ist für uns nicht erstrebenswert. Das wäre eine Abkopplung von der allgemeinen Einkommensentwicklung. Unser Favorit ist klar die Hamburger Variante mit einer 1:1-Übernahme der Regelung, die für die Angestellten gilt", sagte der Landesvorsitzende des Beamtenbundes, Dietmar Knecht.

Für den 15. April sei eine erste Sondierung mit Finanzministerin Heike Polzin (SPD) geplant. Während ebenfalls SPD-geführte Länder wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen bereits sozial gestaffelte Übernahmemodelle angekündigt haben, hält sich die SPD/CDU-Regierung Mecklenburg-Vorpommerns zu ihren Plänen noch bedeckt. Am 9. März waren für die bundesweit 800 000 Landesangestellten die Bezüge rückwirkend zum 1. Januar um 2,65 Prozent angehoben worden. Eine weitere Erhöhung um 2,95 Prozent wird von Januar 2014 an wirksam. Im Nordosten profitieren davon etwa 25 000 Beschäftigte, darunter auch gut 12 000 Lehrer. Trotz Sympathien für das Hamburger Modell hat Knecht auch ein Problem damit. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will die Mehrausgaben bei den Beamten nämlich durch Stellenabbau vollständig kompensieren. "In Mecklenburg-Vorpommern sind in den zurückliegenden Jahren schon massiv Stellen gestrichen worden. Das Personalkonzept des Landes ist sehr ehrgeizig, jeder Abbau darüber hinaus würde zu noch größerer Arbeitsverdichtung, längeren Wartezeiten und Unzufriedenheit bei Mitarbeitern wie bei Bürgern führen", mahnte Knecht.

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