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Vertragsabschluss für 1100 Beschäftigte : Tarif im Dock: Nordic zahlt mehr Gehalt

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Die IG Metall Küste und Nordic Yards haben einen Tarifvertrag für die 1100 Beschäftigten in Wismar und Warnemünde ausgehandelt. Sie profitieren künftig unmittelbar von den Abschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie.

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2013 | 05:25 Uhr

Rostock-Warnemünde | Mehr Lohn für die Mitarbeiter der Nordic-Werften in Wismar und Warnemünde. Mit der IG Metall Küste gibt es eine Einigung über einen Tarifvertrag. Danach profitieren die 1100 Beschäftigten künftig unmittelbar von den Abschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie. Tariferhöhungen von bis zu drei Prozent sollen ohne zeitliche Verzögerung weitergegeben werden. Darüber hinaus gehende Steigerungen sind laut Festlegung spätestens drei Monate nach dem vereinbarten Zeitpunkt im Flächentarifvertrag fällig. Bislang waren Tariferhöhungen bei Nordic Yards erst mit einer Verzögerung von einem halben Jahr wirksam.

"Damit haben wir einen weiteren Schritt zum Flächentarifvertrag erreicht. Das ist gut für die Beschäftigten und das Unternehmen", so Daniel Friedrich, Verhandlungsführer und Tarifsekretär der IG Metall Küste.

Zuschläge für Mehrarbeit gäbe es künftig wieder in voller Höhe. Neu eingeführt werde eine Belastungszulage bei besonderen Erschwernissen wie Schmutz und Lärm. Die Sonderzahlung, die das Unternehmen statt Urlaubs- und Weihnachtsgeld zahlt, steigt von 700 Euro in diesem auf 800 Euro im nächsten Jahr.

Änderungen sind ebenfalls bezüglich betriebsbedingte Kündigungen getroffen. Diese können bis zum 31. März 2015 nur mit Zustimmung des Betriebsrates ausgesprochen werden. Allerdings besitzt der Arbeitgeber ab März nächsten Jahres ein Sonderkündigungsrecht. Bei möglichen Neueinstellungen sollen die ehemaligen Beschäftigten der beiden Werften künftig noch stärker berücksichtigt werden.Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum 31. März 2015.

Nach IG-Metall-Angaben ist Nordic Yards Mitglied im Arbeitgeberverband Nordmetall, es gebe aber Abweichungen vom Flächentarifvertrag. Die Beschäftigten könnten zur Teilnahme an den Warnstreiks in der kommenden Woche aufgerufen werden, hieß es.

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