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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 19:47 Uhr

Lokführerstreik : Taktik der Bahn geht auf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kein Chaos im Berufsverkehr. Weniger Beeinträchtigungen durch Streik.

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 20:45 Uhr

Der bis gestern früh dauernde Lokführerstreik hat in den Morgenstunden nur zu geringen Beeinträchtigungen für die Bahnpendler in Mecklenburg-Vorpommern geführt. Die Taktik der Deutschen Bahn schien weitestgehend aufgegangen zu sein.

Sie hatte in der verkehrsärmeren Zeit vor Streikbeginn am Mittwoch um 14 Uhr viele Züge aus dem Verkehr gezogen und dort abgestellt, wo sie gestern morgen zu Fahrplanbeginn gebraucht wurden. Der Verkehr lief dann meist planmäßig an, sagte ein Bahnsprecher.

Die Situation stellte sich wesentlich besser dar, als bei dem neunstündigen Streik in der vergangenen Woche. Dennoch gab es bis in den Vormittag hinein noch einige Verzögerungen und auch Ausfälle. So fuhr der morgendliche ICE zwischen Rostock und Berlin nicht.

Allerdings hatte der Lokführer-Streik am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Bahntaktik zu teils massiven Behinderungen für Bahnreisende geführt. Dies hatte wiederum zur Verärgerung der betroffenen Bahnkunden und auch der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) geführt. Die hatte viele dieser Beeinträchtigungen als unnötig bezeichnet.

Mit dem Streik wollte die GDL in der laufenden Tarifrunde den Druck auf den Konzern erhöhen. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten mehr Geld und eine kürzere Arbeitszeit. Etwa 100 Lokführer, Zugbegleiter und Disponenten hatten laut Angaben der Lokführergewerkschaft im Nordosten die Arbeit niedergelegt. GDL-Nord-Chef Hartmut Petersen zeigte sich zufrieden mit dem Streik.

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