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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 22:52 Uhr

Autodiebstahl : Täglich 103 Autos weg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hansestadt Rostock zählt zu den Hochburgen des Autoklaus mit schlechtester Aufklärungsquote

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 07:45 Uhr

Tagtäglich werden in Deutschland 103 Autos gestohlen. Im Jahr 2013 wechselten auf die unerlaubte Art 37 427 Kraftwagen den Besitzer. Eine der Diebstahlshochburgen ist Rostock. Mit einer Quote von 300 gestohlenen Autos je 100 000 zugelassenen Fahrzeugen liegt die Hansestadt zwar nur auf Platz acht im Vergleich der 120 größten Städte Deutschlands. Doch hat Rostock bei Autodiebstählen die geringste Aufklärungsquote, berichtet die Internetplattform Preisvergleich.de. Hier brauchen sich die Opfer kaum Hoffnungen zu machen, dass ihr Auto jemals wiedergefunden wird. Ähnlich düster: Berlin (9,7 Prozent), Hamburg (10,2 Prozent), Aachen (11,3).

Zu den Hochburgen im Autoklau gehören der Studie nach in MV auch Stralsund mit einer Diebstahlsquote von 172 Autos auf 100 000 Zulassungen, aber einer Aufklärungsquote von 28,3 Prozent sowie Neubrandenburg, wo mehr als jeder dritte Diebstahl aufgeklärt wird. Die Landeshauptstadt Schwerin liegt im oberen Mittelfeld, aber immer noch um zwölf Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Der Studie zufolge werden die meisten Autos in den ostdeutschen Bundesländern gestohlen. Preisvergleich.de beruft sich in der Studie auf Angaben des Bundeskriminalamtes, der Landeskriminalämter und der Polizei der Länder.

Fest steht: Grenznahe Städte und solche mit Autobahnanschlüssen zum Abtransport des Diebesguts sind ein begehrtes Zielgebiet der Auto-Schieber. So befinden sich unter den Diebstahlhochburgen überdurchschnittlich viele Städte (82 Prozent), die im Osten und Norden liegen und über optimale Transit-Anbindungen nach Osteuropa verfügen. In den Städten gibt es bis zu 91,4 Prozent „nichtdeutsche Tatverdächtige“. Diese Tatverdächtigen sorgen offenbar dafür, dass viele gestohlene Kraftwagen auch auf Dauer verschwunden bleiben. In Rostock sind hingegen nur ein Viertel der Tatverdächtigen nicht Deutsche.

Kraftwagenklau-Studie 2014
 

 

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