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Flüchtlinge in MV : Syrische Ärzte sollen Syrer versorgen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit Hilfe syrischer Ärzte sollen nach dem Willen des Direktors des tropenmedizinischen Instituts der Universitätsklinik Rostock, Emil Reisinger, künftig Flüchtlinge versorgt werden. Das System beruhe auf Patenschaften, sagte Reisinger gestern. „Wir bieten ihnen einen intensiven Sprachkurs und die Möglichkeit, innerhalb von eineinhalb Jahren die Approbationsprüfung abzulegen. Im Gegenzug helfen sie uns, die Flüchtlinge zu betreuen.“ Die syrischen Ärzte sprechen die Sprache der Flüchtlinge und könnten zunächst unter Aufsicht eines approbierten Arztes mitarbeiten. „Wir haben fünf Ärzte gefunden, die dafür infrage kommen“, sagte Reisinger. Dieses Patensystem könne auf andere Berufsgruppen ausgeweitet werden. Dieses Modell, für das es seinen Informationen zufolge bislang keine Vorbilder gibt, sei bereits mit den zuständigen Behörden abgesprochen. Wie der Chef der Landesärztekammer, Andreas Crusius, sagte, muss vor der Approbation die Gleichwertigkeit der Abschlüsse geprüft werden. Dies sei aber auch bei Flüchtlingen, die ohne ausreichende Dokumente ins Land kommen, jederzeit durch Abfragen bei den ausländischen Universitäten möglich.

Die Uniklinik ist laut Reisinger aktuell mit drei Ärzte-Studenten-Teams in den Unterkünften Horst, Stern-Buchholz und Mühlengeez tätig.

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