zur Navigation springen

Freilichtmuseum Schwerin Mueß : SVZ-Pressefotos als visuelles Gedächtnis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Medizinstudenten gedenken 32 Gestorbener

Ein einzigartiger Fundus an Pressefotografien hat sich seit dem Bestehen der „Schweriner Volkszeitung“ und ihrer Vorläufer im Keller des Verlagshauses angesammelt. Obgleich die Zeitung längst elektronische Redaktionssystemen nutzt, wurde das Fotoarchiv aus vielen Jahrzehnten Verlagsgeschichte aufbewahrt, allerdings nicht mehr archivarisch gepflegt. Etwa 300 000 Fotografien haben sich so als Zeitzeugnisse erhalten.

Der gesamte Archivbestand ist nun dem Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin Mueß zur professionellen Aufbewahrung sowie zur schrittweisen digitalen Aufbereitung überlassen worden. Die Erschließung und Archivierung ist für die Museumsmitarbeiter eine spannende Herausforderung, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird, schätzt Volker Janke, der verantwortliche Experte des Museums. Nicht nur wegen der Quantität, sondern wegen der Vielfalt der Inhalte und Zeitfenster. „Darin steckt für uns ein großes Inspirationspotential, besonders auch für künftige Themen- und Ausstellungsprojekte.“ Das erste startet schon morgen: Eine Sonderausstellung unter dem Titel „Der offizielle Blick - Bildjournalismus und sein regionalgeschichtlicher Wert“. Kontinuität und Wandel, Spektakuläres und Sinnliches, Politisches und Triviales wurde aus verschiedenen Blickwinkeln der jeweiligen Fotografen, zumeist auftragskonform, festgehalten. Aus dem Zeitverständnis heraus dienen die Aufnahmen nun dem Museum als Versatzstücke zur Erklärung von Heimat. „Der Entstehungszeitraum des SVZ-Archivs erstreckte sich über mehrere politische Systeme“, sagte Janke. „Das macht es aus heutiger Sicht zu einem visuellen Gedächtnis unserer Regionalgeschichte.“

Die Sonderausstellung „Der offizielle Blick“ wurde am Sonnabend um 15 Uhr im Kunstkaten Schwerin Mueß eröffnet.

 

zur Startseite

von
erstellt am 10.Jul.2016 | 08:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen