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Freiluft-Veranstaltungen : Super-Sommer lässt Kassen klingeln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Später Ferienbeginn sorgt für zögerlichen Start bei Freiluft-Veranstaltungen – jetzt verhilft das gute Wetter zu einem Besucheransturm

Die vielen lauen Sommerabende im Nordosten lassen die Herzen der Open-Air-Kulturveranstalter in diesem Jahr höher schlagen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern legten kurz vor Saison-Halbzeit in der kommenden Woche eine positive Zwischenbilanz vor. Seit überall die Ferien begonnen haben, läuft die Spielzeit auch für die familienorientierten Freilufttheater gut, wie eine Umfrage ergab. Der späte Beginn erst im Juli hatte zuvor für einen schleppenden Start gesorgt.

 

FESTSPIELE MV

„Die Open Airs, die für unser Festival zu den größten Veranstaltungen, aber durch die Wetterabhängigkeit auch zu den risikoreichsten gehören, laufen extrem gut“, sagte Festspiele-Sprecherin Ilka von Bodungen. So hatte ein Open-Air-Wochenende in Hasenwinkel Ende Juni mehr als 3500 Besucher. Für das Kleinkunst-Spektakel „Kleines Fest im großen Park“ in Ludwigslust am 8. und 9. August seien schon mehr als 17  000 der 18 000 Karten weg.

 

PIRATEN OPEN AIR GREVESMÜHLEN

Beim Piraten Open Air in Grevesmühlen gibt es jetzt ausverkaufte Vorstellungen, nachdem auch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Sommerferien haben, sagte Intendant Peter Venzmer. In diesem Jahr konzentrieren sich die Sommerferien der Bundesländer auf zehn Wochen – voriges Jahr waren es zwei mehr. Im kommenden Jahr sind es dann elf Wochen. Als Konsequenz will das Piraten Open Air eine Woche später als bisher in die Saison starten, sagte Venzmer.

 

VINETA-FESTSPIELE

Auch eine Sprecherin der Vineta-Festspiele auf Usedom berichtete von einem schleppenden Start aufgrund des späten Ferienbeginns. Dies habe sich aber inzwischen ausgeglichen. Zahlen will die Vorpommersche Landesbühne, die auch das Theaterzelt „Chapeau Rouge“ und das Barther Open-Air betreibt, erst zum Saisonende nennen.

 

STÖRTEBEKER-FESTSPIELE

Bei den Störtebeker-Festspielen sind etwas mehr als die Hälfte der 67 Sommer-Vorstellungen gespielt. Die Festspielleitung zeigte sich zufrieden mit der Resonanz auf das diesjährige Stück „Gottes Freund“. „Die Zuschauerzahlen entsprechen den Erwartungen und uns freut es sehr, dass unser Stück positiven Anklang bei unserem Publikum findet“, sagte Störtebeker-Sprecherin Anna-Theresa Hick. Genaue Besucherzahlen nannte sie nicht. 2013 wurden 343 000 Gäste bei Deutschlands größtem Open-Air gezählt.

 

SCHWERINER SCHLOSSFESTSPIELE

Die Schweriner Schlossfestspiele gehen am Sonntag zu Ende. Dem Generalintendanten des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Joachim Kümmritz, zufolge hatte die Verdi-Oper „Nabucco“ auf dem Alten Garten rund 32 000 Zuschauer. „Das war genau der Plan, wir sind zufrieden.“

 

„JEDERMANN“ IN WISMAR

Dass in der Landschaft der sommerlichen Theater-Events noch Platz für Neues ist, zeigt Wismar mit dem erstmals inszenierten „Jedermann“ mit Ex-Störtebeker Sascha Gluth in der Hauptrolle. Die zehn Veranstaltungen in der St. Georgenkirche mit rund 450 Plätzen sind fast alle ausverkauft gewesen, sagte eine Sprecherin. Zum Ende hin – die letzte Vorstellung soll am Samstag über die Bühne gehen – habe man auch Interessenten wegschicken müssen. Im kommenden Jahr solle es bei einer neuen „Jedermann“- Inszenierung zwei bis vier Vorstellungen mehr geben.

 

OSTSEEFESTSPIELE THEATER VORPOMMERN

Die Ostseefestspiele des Theaters Vorpommern bespielen neben Greifswald und Stralsund erstmals auch die Inseln Usedom und Rügen. Gerade dort hofft das Theater auf große Publikumsresonanz. Bislang habe es neben Aufführungen in Stralsund und Greifswald nur vier Aufführungen an einem Inselstandort gegeben, sagte eine Theatersprecherin. Deshalb könne noch keine Bilanz gezogen werden. Das Theater Vorpommern zeigt bei seinen Ostseefestspielen mit „Der Zauberer von Oz“ und „Die Abrafaxe“ zwei Musicals.

 

MÜRITZ-SAGA WAREN

Optimistisch blickt der Regisseur der Müritz-Saga in Waren, Nils Düwell, auf den Restsommer. „Die Zuschauer sind vom Stück ,Um Leib und Leben’ begeistert, rund 8000 Gäste waren schon da“, sagte er. Auf 17 500 Gäste wolle man bis Anfang September mindestens kommen.

 

SCHLOSSGARTEN-FESTSPIELE NEUSTRELITZ

Ein kräftiges Besucherplus – auch dank des Bilderbuchwetters – meldeten die Operetten-Festspiele im Schlossgarten von Neustrelitz. Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ sahen im Juli mehr als 14 000 Besucher, rund 1700 Gäste mehr als 2013. Nächstes Jahr steht die musikalische Komödie „Hello, Dolly!“ auf dem Programm.

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