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Stettiner Haff : Suche nach einem vermissten Kleinflugzeug

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Sicherstellung erster Trümmerteile, keine Spur von drei Insassen

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2016 | 07:32 Uhr

Gestern um 16:18 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg durch SAR Münster informiert, dass ein privates Kleinflugzeug vom Typ TB 20 vermisst wird.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist bekannt, dass das Flugzeug, mit drei Insassen gegen 10:00 Uhr vom Flugplatz Heringsdorf mit Ziel Michelstadt (Odenwald) gestartet sein soll. Schon kurz nach dem Start gab es keinen Kontakt mehr mit einem anderen Flugzeugpiloten, der kurze Zeit vor dem vermissten Flugzeug gestartet war. Es verdichteten sich die Hinweise, dass das Flugzeug südlich des Flugplatzes ins Stettiner Haff abgestürzt ist.

Eingesetzte Suchkräfte, u.a. ein Rettungshubschrauber des Marinekommandos Glücksburg, zwei Schiffe der DGzRS Bremen und der Polizeihubschrauber der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern nahmen die Suche nach der vermissten Maschine auf. Ca. eine Seemeile südlich des Ortes Neverow konnten die Einsatzkräfte Wrackteile eines Flugzeuges im Wasser lokalisieren. Auf Grund der einsetzenden Dunkelheit und der schlechten Sichtverhältnisse unter Wasser, war es nicht mehr möglich erste Bergungsmaßnahmen durchzuführen. Die Unfallstelle wird durch die Wasserschutzpolizei Wolgast gesichert.

Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hätten im Stettiner Haff bei Neverow Wrackteile des Flugzeuges und Teile der persönlichen Ausrüstung aus dem Wasser geborgen, sagte eine DGzRS-Sprecherin heute in Bremen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung habe einen Experten am Stettiner Haff, ein zweiter Fachmann sei unterwegs. Die beiden Spezialisten sollen zusammen mit Tauchern, der DGzRS und der Wasserschutzpolizei die Reste des Flugzeugs vom Typ TB 20 finden und bergen.

Zum Schicksal der drei Insassen, eine Frau und zwei Männer aus Hessen, können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussagen gemacht werden, sie gelten gegenwärtig als vermisst. Die Überlebenschancen der Insassen hänge davon ab, ob es sich um einen Absturz oder eine missglückte Notlandung gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Bundesstelle. Die Maschine verfüge nicht über Schleudersitze, wie größere Flugzeuge. Es gebe aber einen Notsender, der eventuell eine Ortung ermögliche. Die Kriminalpolizei Anklam hat die Ermittlungen zur Unfallursache in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt Braunschweig aufgenommen.

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