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Erstes Halbjahr : Stundenausfall fast konstant

vom
Aus der Onlineredaktion

Nur 2,1 Prozent entfielen im ersten Schulhalbjahr. Jede 10. Stunde vertreten

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Im ersten Halbjahr des mittlerweile zu Ende gegangenen Schuljahres 2016/17 ist der Unterrichtsausfall an den Schulen des Landes mit 2,1 Prozent auf niedrigem Niveau geblieben, teilte das Bildungsministerium gestern mit. Zwar seien 0,2 Prozent Stunden mehr ausgefallen als im Vorjahreszeitraum, eine derartige minimale Schwankung beim Unterrichtsausfall gebe es im Land aber bereits seit dem Schuljahr 2007/2008.

Deutlicher stieg der Unterrichtsausfall an beruflichen Schulen: 5,9 Prozent der Stunden fielen dort im aktuellen Schuljahr aus, ein Jahr zuvor waren es 5,3 Prozent.

Bildungsministerin Birgit Hesse spricht von einem konstanten Niveau des Unterrichtsausfalls, das bemerkenswert sei. „Ich kann verstehen, wenn Eltern ein anderes Empfinden haben, weil an der Schule ihres Kindes im ersten Halbjahr des Schuljahres viel Unterricht ausgefallen ist. Plötzliche Krankmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern kann aber niemand vorhersehen.“ Das Land habe an allen Schularten Stellen für Vertretungslehrkräfte eingerichtet, um den Unterrichtsausfall so niedrig wie möglich zu halten. „Vertretungsunterricht ist allemal besser als Unterrichtsausfall“, betonte Hesse.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht das allerdings anders. Mittlerweile fiel jährlich bereits jede 10. Stunde zur Vertretung an, hatte GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner bereits vor zwei Wochen kritisiert. Besonders die Zusammenlegung von Grundschulklassen, in denen dann weit über 40 Kinder säßen, sei für alle Beteiligten eine Zumutung.

Laut Bildungsministerium war der Lehrerstreik am 1. Februar Hauptursache für den gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent gestiegenen Anteil der Vertretungsstunden.

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