Zählappell im Garten : Stunde der Wintervögel

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Jetzt schlägt die Stunde der Wintervögel – und Ihre: Zählen Sie Sperlinge, Meisen und Co. und melden das Ergebnis. Warum?

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08. Januar 2016, 20:45 Uhr

Welche Vögel sich im Winter in Städten und Dörfern aufhalten, will der Naturschutzbund (Nabu) an diesem Wochenende wieder mit einer bundesweiten Zählaktion herausfinden. Bis Sonntag (10. Januar) sind Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhaus, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem Nabu zu melden.

Ziel der Aktion ist es, sowohl deutschlandweit als auch regional ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in der Nähe menschlicher Siedlungen zu erhalten. Dabei geht es laut Nabu nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Beständen zu ermitteln und über Jahre zu vergleichen.  

Anders als bei der Gartenvogelzählung im Mai, bei der es um die Brutvögel geht, lassen sich im Januar auch Erkenntnisse über Wintergäste aus kälteren Regionen gewinnen.

Zudem könne man über die Jahre sehen, ob sich das Zugverhalten mancher Brutvögel ändert. Immer mehr „klassische Zugvögel“ bleiben auch im Winter in ihren Brutgebieten. Vertraute und verbreitete Vogelarten in den Siedlungen sind Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Besondere Aufmerksamkeit soll dem Nabu zufolge diesmal der Stieglitz als Vogel des Jahres 2016 erfahren. Der farbenfrohe Finkenvogel ist bei der vergangenen Zählung in Mecklenburg-Vorpommern nur 184-mal gesichtet worden und liegt damit auf Rang 34 der Wintervogelarten. Im Bundesschnitt war er häufiger und kam auf Platz 22.

Die „Stunde der Wintervögel“ gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2015 beteiligten sich in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2400 Vogelfreunde und zählten gut 77 000 Vögel in Gärten und Parks. Spitzenreiter war wie im Jahr zuvor der Haussperling, gefolgt von Feldsperling und Kohlmeise.

Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 9. und 10. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder einfach im Internet unter www.nabu.de gemeldet werden. Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist nicht erforderlich. Einsendeschluss ist der 18. Januar 2016.

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