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Mecklenburg-Vorpommern

18. Dezember 2017 | 15:56 Uhr

Bildung : Studieren in MV hat Konjunktur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zahl der Bewerber für das Wintersemester erneut auf hohem Niveau

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2014 | 08:45 Uhr

Es wird eng in den Hörsälen: Obwohl die Bewerbungsfristen für das Wintersemester noch laufen, verzeichnen die Hochschulen und Universitäten im Land erneut einen Ansturm an Studieninteressierten. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

Bei der Universität Greifswald seien bislang mehr als 7700 Bewerbungen auf zulassungsbeschränkte Studiengänge eingegangen – 900 mehr als 2013, teilt der Sprecher der Universität, Thomas Schattenschneider, mit. Besonders nachgefragt seien die Studiengänge Humanbiologie, Psychologie sowie Deutsch und Geografie (Lehramt).

Beachtliche Zahlen vermeldet auch die Universität Rostock. Hier haben sich bisher knapp 11 700 potenzielle Erstsemester beworben. Das seien etwa 600 weniger als im Vorjahr. Dafür rechne die Uni aber mit mehr Einschreibungen bei den zulassungsfreien Studiengängen, sagt Sprecherin Jana Powilleit. Hoch im Kurs stehen die Studiengänge Biowissenschaften und medizinische Biotechnoloigie. Aber auch für das Lehramt an Grundschulen und Gymnasien sowie für Sonderpädogigik gebe es eine hohe Anzahl an Bewerbern.

Knapp 2500 Bewerbungen verzeichnet die Hochschule Neubrandenburg. „Etwa gleich viele wie im vergangenen Wintersemester“, sagt Sprecherin Christine Manthe. Begehrt seien Fächer wie Soziale Arbeit, Gesundheits- und Pflegewissenschaften/-management. Die Hochschule spüre die Folgen der geburtenschwachen Jahrgänge der 90er-Jahre, könne aber immer mehr Studieninteressierte aus den alten Bundesländern gewinnen – auch dank bundesweiter Marketingkampagnen.

Der Hochschule Wismar liegen 5100 Bewerbungen vor. Eine positive Zwischenbilanz, so Kerstin Baldauf, Sprecherin der Hochschule. Die meisten Bewerbungen gingen für die Studiengänge Betriebswirtschaft, Wirtschaftsrecht und Bauingenieurswesen ein. Langfristig gehe sie davon aus, dass die Bewerberzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung sinken.

Etwas mehr als 2000 Interessierte wollen an der Hochschule Stralsund studieren – geringfügig weniger als im Vorjahr, sagt Sprecher Rudi Wendorf. Besonders beliebt: BWL, Freizeit- und Tourismusmanagement, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurswesen.

Der Studentenrat der Uni Rostock sieht die hohe Zahl der neuen Studierenden kritisch. Das Land stelle nicht genug Mittel bereit, um eine hochwertige Lehre in allen Bereichen zu sichern. So fehle es an Platz und genügend Lehrpersonal. „Das ist ein generelles Problem an allen Hochschulen und Universitäten“, so ein Sprecher.

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