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Grevesmühlen : Streit um Garnelenfarm spitzt sich zu

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Geschäftsführer werfen sich gegenseitig kriminelle Machenschaften vor

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2016 | 19:52 Uhr

Im Streit um die insolvente Garnelenfarm in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) werfen sich Geschäftsführer Andreas Kleinselbeck und der Chef der Betreiberfirma, York Dyckerhoff, gegenseitig kriminelle Machenschaften vor. Dyckerhoff sagte der dpa am Freitag, er habe den Betriebsführungsvertrag mit der Firma «Cristalle Garnelen» zum 1. September gekündigt, weil Kleinselbeck die vereinbarten Raten über mehrere Monate nicht gezahlt habe. Er habe die Anlage nicht länger mitfinanzieren können, sagte Dyckerhoff, der selbst eine Garnelenfarm in Grevesmühlen betreibt. Seine Firma Green Aqua Farming hatte beide Anlagen errichtet, eine aber an die Firma «Cristalle Garnelen» verkauft, die ihre Anlage wiederum von Dyckerhoff mit bewirtschaften ließ und nur den Vertrieb selbst übernahm.

Dyckerhoff sagte, er kümmere sich jetzt aus Verantwortung um das Tierwohl weiter um die Garnelen. Er dürfe auch Garnelen abfischen und verwerten, ihm fehlten derzeit aber die Kunden. In der kommenden Woche habe er einen Gesprächstermin mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) über die Zukunft der Farm.

Kleinselbeck hatte seinem früheren Geschäftspartner vorgeworfen, nicht genug Garnelen produziert zu haben, so dass er seine Kunden nicht mehr beliefern konnte. Er habe Strafanzeige erstattet.

Die Farm «Cristalle Garnelen» war im August 2015 eröffnet worden. Sie hatte als eine von sehr wenigen Firmen in Deutschland frische Shrimps an Sterne-Restaurants in Berlin, Süd- und Westdeutschland sowie in Mecklenburg-Vorpommern geliefert.

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