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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 14:56 Uhr

GDL : Streiks behindern Start in Herbsturlaub

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesweit rund zwei Drittel der Verbindungen im Fernverkehr ausgefallen.

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 20:45 Uhr

Am ersten Ferienwochenende in Mecklenburg-Vorpommern haben tausende Urlauber bei der Fahrt in ihr Feriendomizil improvisieren müssen. Insgesamt fielen am Wochenende bundesweit rund zwei Drittel der Verbindungen im Fernverkehr aus, wie die streikende Lokführergewerkschaft GDL mitteilte. Am Samstagmorgen hatte teilweise Stillstand geherrscht. Im Regionalverkehr in Mecklenburg-Vorpommern setzte die Bahn Busse und ergänzend zum Notfahrplan noch weitere Züge ein. Auf den Strecken zwischen Berlin und Stralsund sowie Pasewalk und Lübeck fuhren gestern zusätzliche Regionalexpress-Züge, so der Sprecher.

Der Regionalverkehr im Nordosten war vom Streik besonders betroffen, da dort viele Lokführer der GDL angehören. „Am Wochenende erwarteten wir zwischen 50 000 und 80 000 Gäste. Sechs bis acht Prozent von ihnen reisen mit der Bahn an. So sind ein paar Tausend Gäste betroffen, die dann mitunter auch auf eine Reise nach MV verzichteten“, zieht Tobias Woitendorf vom Landestourismusverband eine Bilanz des ersten Ferienwochenendes in MV. „Für einen solchen Streik gibt es aus touristischer Sicht nie einen guten Zeitpunkt. Der Ferienbeginn ist da natürlich mehr als ungünstig für die Hoteliers.“

Der Tourismusverband erwartet in den Herbstferien bis zu 150 000 Urlauber in MV, die meisten aus Norddeutschland sowie aus dem Berliner Raum. In sieben Bundesländern beginnen heute die Herbstferien. Dabei haben die Beherbergungsbetriebe vor allem Familien im Auge. Etwa jeder vierte Gast kommt nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) mit Kindern in den Nordosten. Deshalb habe die Tourismuswirtschaft speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittene Angebote entwickelt.

Im letzten Quartal des Jahres erwartet die Branche noch rund 4,5 Million Übernachtungsgäste, so Tobias Woitendorf. Damit könnte die Vorjahresmarke von 28 Millionen Übernachtungen bestätigt werden. Ab Anfang November locken Hoteliers, wie seit 18 Jahren, wieder mit Zimmern zu Schnäppchenpreisen. Mit 118 Angeboten für 59 oder 69 Euro sollen zusätzliche Besucher an die Küste und ins Land geholt werden.

 

 

 

 

 

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