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Mecklenburg-Vorpommern : Streik zum Wochenstart in kommunalen Kitas

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eltern von kleinen Kindern in Schwerin müssen sich in der nächsten Woche auf geschlossene Kitas einstellen. Die Erzieherinnen von 15 Kitas sind zum Streik aufgerufen.

Die Erzieherinnen kommunaler Kitas in Mecklenburg- Vorpommern sind von Montag an zu Streiks aufgerufen. Die meisten städtischen Kindereinrichtungen gibt es in Schwerin und Greifwald. Aber auch kleinere Städte wie Crivitz und Gemeinde sind Träger von Kitas.

Wie eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag sagte, sollen am Montag, Dienstag und Mittwoch jeweils fünf Einrichtungen in der Landeshauptstadt bestreikt werden. Außerdem sollen Sozialarbeiter und Sozialpädagogen am Dienstag und Mittwoch die Arbeit niederlegen. Insgesamt seien rund 200 Mitarbeiter zu Streiks aufgerufen. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hält den Arbeitskampf für überzogen.

Bundesweit sollen die unbefristeten Streiks bereits am Freitag beginnen. Verdi fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst und damit eine deutlich bessere Bezahlung.

Die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Gabriele Axmann, kritisierte die Streiks. „Nachdem die Gewerkschaften den Verhandlungstisch verlassen haben, ohne über die Vorschläge der Arbeitgeber ernsthaft zu verhandeln, gibt es kein Verständnis für diese massiven Eingriffe in den familiären Alltag“, sagte sie. Als Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit in den kommunalen Kitas sei  bereits 2009 eine eigene Gehaltstabelle vereinbart worden. Die

Monatsgehälter liegen demnach seit März zwischen 2590 und 3750 Euro.

Die aktuellen Gespräche befassen sich Axmann zufolge ausschließlich mit der Überprüfung der Eingruppierungsmerkmale. Sie seien keine Lohnrunde. Der Verband forderte die Gewerkschaften auf, zu den Verhandlungen zurückkehren.

„Die Arbeitgeber sind bereit, geänderte Tätigkeiten und Anforderungen durch höhere Eingruppierung und Vergütung zu honorieren“, sagte die Geschäftsführerin. So sollen Aufgaben wie Inklusion, Sprachförderung oder musische Erziehung besser berücksichtigt werden.

Bei den Arbeitgebern, die dem KAV in Mecklenburg-Vorpommern angehören, sind rund 1800 Erzieherinnen und Erzieher tätig.

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