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Mecklenburg-Vorpommern

22. September 2017 | 15:22 Uhr

Streichliste für 17 Ortsumgehungen

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2013 | 06:18 Uhr

Schwerin | Seit zehn Jahren stehen 17 Ortsumgehungen im Land als "dringender Bedarf"im Bundesverkehrswegeplan. Nun wird dieser neu geschrieben. Und Landes-Verkehrminister Volker Schlotmann (SPD) stellt die alten Pläne für die 17 Ortsumgehungen zur Disposition. Zu ihnen gehören die Umgehungen Hagenow, Neubukow, Parchim, Rampe, Bandenitz und Warsow. Das gilt auch für den Autobahnzubringer Schwerin im Zuge der B 321, der jetzt zum Teil nur zweispurig verläuft. Anwohner, Verbände und Kommunalvertretungen können dem Minister jedoch bis Ende August noch überzeugen, warum "ihre" Ortsumgehung unverzichtbar ist, oder ob die alten Pläne über Bord georfen werden können. Heute startet ein bisher einmaliges öffentliches Anhörungsverfahren.

Schlotmanns Begründung für diesen ungewöhnlichen Schritt: Neun andere neue Straßenabschnitte sind dem Verkehrsminister wichtiger. Schlotmann will sicher gehen, dass der Bund sie auf alle Fälle bezahlt. Dafür ist er bereit auf andere Projekte zu verzichten. Schlotmann muss in diesem Jahr dem Bundesverkehrsministerium melden, welche Straßenprojekte aus MV 2015 wieder oder neu im neuen Bundesverkehrswegeplan in der Kategorie "dringender Bedarf" aufgenommen werden sollen. "Wir wollen klare Prioritäten für das Land setzen", so Schlotmann, es mache angesichts knapper Finanzen wenig Sinn, "möglichst viele Strecken anzumelden". Ganz oben auf seiner Positiv-Liste stehen deshalb zwei Abschnitte der Autobahn A 14 von der A 24 bis zur Landesgrenze zu Brandenburg. Auch den Bau der Nordumgehung von Plau, den Ausbau der B 96n auf Rügen sowie die Ortsumgehungen Mirow und Wolgast will Schlotmann nicht infrage stellen lassen. Zum "erweiterten Bedarf" im Bundesverkehrswegeplan gehören bislang die Ortsumgehungen Rehna, Lützow, Ludwigslust-Süd, Sternberg und Goldberg. Auch sie können den Sprung auf die Liste wieder schaffen. Ganz streichen würde Schlotmann gerne die Umgehungen Güstrow, Bad Doberan und Dömitz.

Der Bau der von Schlotmann favorisierten neun Streckenabschnitte würde rund 500 Millionen Euro kosten. Die finanziert der Bund. Die Planungen jedoch muss das Land bezahlen. So war es bei der Ostsee-Autobahn und der A 14 von Schwerin nach Wismar, der Umgehungsstraße Schwerins, sowie die Strelasundbrücke nach Rügen, der Ortsumgehung Crivitz und zuletzt die Ortsumgehung in Levenhagen, die in den letzten Jahren schon mit Hilfe des Bundes entstanden sind. Im Vergleich mit anderen Bundesländern stehe Mecklenburg-Vorpommern gar nicht so schlecht da, findet Schlotmann.

Informationen zu allen dringenden und nicht so dringenden Straßenbauvorhaben stehen auf der Seite des Ministeriums für Energie und Infrastruktur im Internet unter www.regierung-mv.de. Anregungen und Argumente für oder wider einzelne Projekte können per E-Mail an bvwp@em.mv-regierung.de geschickt werden.

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