Mecklenburg Vorpommern : Strategien gegen Neonazis

Engagieren sich gegen Nazis: Benno Plassmann, Stella Hindemith, Karen Larisch, Florian Schriefer, Rotraut Reinicke, Heinz Wittmer und  Heiko Pohlmann.
Engagieren sich gegen Nazis: Benno Plassmann, Stella Hindemith, Karen Larisch, Florian Schriefer, Rotraut Reinicke, Heinz Wittmer und Heiko Pohlmann.

Vertreter von Bündnissen, Initiativen und Vereinen aus ganz MV diskutieren über Kommunalwahlkampf 2014 und NPD-Aufmarsch

svz.de von
30. März 2014, 21:15 Uhr

Wie kann man die demokratische Kultur sowie die Rechte von Minderheiten in Mecklenburg-Vorpommern stärken? Wie kann man die landesweite, rassistische Hetze gegen Flüchtlinge eindämmen bzw. ganz verhindern?

Fragen, die Vertreter von 18 zivilgesellschaftlichen Bündnissen, Initiativen, Vereinen, Organisationen und engagierte Einzelpersonen aus Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende im Touristikhotel des Ausbildungs- und Weiterbildungsvereins Jessenitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) diskutierten. „Die verschiedenen Bündnisse, die sich für eine demokratische Kultur und gegen Nazis engagieren, haben sich hier noch besser vernetzt“, sagt Stella Hindemith von „Lola für Ludwigslust“, einem Projekt der Amadeu-Antonio Stiftung.

Dabei haben die 31 Teilnehmer vor allem über drei Themen diskutiert: die Strategie der Rechtsextremen im Kommunalwahlkampf 2014, eine Willkommenskultur mit Flüchtlingen zu gestalten und Mahnwachen für die NPD-Demonstrationen am 8. Mai in Demmin zu organisieren. „Zu dieser Demo wollen wir 100 Mahnwachen stellen“, sagt Stella Hindemith. Sie, sowie die anderen Ehrenamtlichen, haben besonders den Kommunalwahlkampf von Rechtsextremen im Blick. Denn Hindemith und die anderen Mitarbeiter beobachten, dass sich Leute mit einer rechtsextremen Gesinnung verstärkt auf getarnten Listen zur Wahl stellen wie beispielsweise in Ueckermünde mit „Wir von hier“. Zudem werden die verschiedene Bündnisse Vertreter als Wahlbeobachter entsenden. „Die sind wichtig, denn man kann leider nicht überall davon ausgehen, dass durch die Strukturen Kandidaten ausreichend geprüft werden“, sagt Benno Plassmann vom Verein „schloss bröllin“ aus Pasewalk.

Wichtig ist den engagierten Leuten zudem, dass eine Willkommenskultur mit den Flüchtlingen geschaffen wird, um ihre Lebenssituation zu verbessen. Dazu zählt etwa eine gute Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und der Verwaltung. „Die Flüchtlinge müssen Deutschkurse besuchen können sowie einen leichteren Zugang zum Gesundheitssystem haben“, sagt Karen Larisch von der Villa Kunterbündnis aus Güstrow.

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