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Fahrbahnmarkierung in Schwerin : Straßenstrich ärgert viele Autofahrer

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Ein weißer Strich auf der Neumühler Straße sorgt für Unmut bei vielen Autofahrern: "Da haben sich irgendwelche Entscheider - wahrscheinlich nicht oft mit dem Rad in Schwerin unterwegs - auf einen neuen Fahrradweg geeinigt.

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erstellt am 24.Apr.2012 | 10:31 Uhr

Neumühle | Ein weißer Strich auf der Neumühler Straße sorgt für Unmut bei vielen Autofahrern: "Da haben sich irgendwelche Entscheider - wahrscheinlich nicht oft mit dem Rad in Schwerin unterwegs - auf einen neuen Fahrradweg geeinigt. Entgegenkommende Autos müssen jetzt von den Bussen und Lkw weglenken, was gestern schon ständig nach einem Unfall aussah. Sicher geht anders", schreibt Torsten Groth aus Neumühle empört an unsere Redaktion. Er selbst sei Auto- und Radfahrer und fordert: "Weg mit dieser Strichlinie, die Auto- und Radfahrer nicht zu einem friedlichen Miteinander animiert."

Auch andere Verkehrsteilnehmer haben für die neuen Markierungen vor allem Kopfschütteln übrig. Zwar handelt es sich hier nur um einen so genannten Radfahrerschutzstreifen und den dürfen auch Autos, Busse und Lkw mit benutzen, wenn er frei ist. "Im Ortsteil selbst in der Tempo-30-Zone ist das wahrscheinlich auch sinnvoll", sagt Ortsbeiratsvorsitzender Claus-Jürgen Jähnig. "Die Verwaltung hat uns dieses Vorhaben im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung Neumühles vor einiger Zeit bereits vorgestellt. Bei Tempo 30 für einen Radfahrer zu bremsen, den man gerade nicht überholen kann, ist sicher auch kein Problem. Baff erstaunt sind wir allerdings über den Streifen in der 50er-Zone zwischen Neumühle und der Einmündung zum Lankower See. Wenn auf der steilen, engen Straße der Berufsverkehr rollt, würde ich mich als Radfahrer nicht auf die Straße trauen", sagt Jähnig. "Diese Entscheidung erschließt sich uns nicht."

Laut Stadtverwaltung gibt es gerade zwischen Treppenberg und Südufer Lankower See eine auffällige Unfallsituation mit bergab fahrenden Radfahrern. Die haben jetzt einen eigenen Schutzstreifen, auf dem gegenüberliegenden Radweg dürfen sie nicht mehr hinunter und damit in Gegenrichtung fahren. Behinderungen für den Kfz-Verkehr ergeben sich durch den Radschutzstreifen und die damit verbundene Fahrbahneinengung aus Verwaltungssicht nicht. Die nach Abmarkierung des Radschutzstreifens verbliebene Fahrbahnbreite von 4,8 bis 5,7 Meter reiche für den Begegnungsfall Lkw/Pkw aus, heißt es aus dem Stadthaus. Sollten sich zwei größere Fahrzeuge begegnen, so sei ein Überfahren des Schutzstreifens rechtlich zulässig.

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