Schlussphase in Plau am See : Strandstraßen-Ufer ist vollendet

Nach rund neunmonatiger Bauzeit ist die Uferbefestigung an der Strandstraße vollendet. Heute - pünktlich zur Badewannenralley - wird das Areal wieder freigegeben. Foto: Antje Bernstein
Nach rund neunmonatiger Bauzeit ist die Uferbefestigung an der Strandstraße vollendet. Heute - pünktlich zur Badewannenralley - wird das Areal wieder freigegeben. Foto: Antje Bernstein

Nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit ist die Promenade an der Plauer Elde wieder sicher: Die Uferbefestigung an der Strandstraße ist rundum erneuert worden. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen.

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13. Juli 2012, 07:06 Uhr

Plau am See | Nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit ist die Promenade an der Plauer Elde wieder sicher: Die Uferbefestigung an der Strandstraße ist rundum erneuert worden. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Heute soll die Uferpromenade im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe wieder freigegeben werden. Dieser Termin kommt genau richtig. Schließlich ist das Eldeufer gerade heute von besonderer Bedeutung. Tausende Plauer und Gäste wollen hier ab 13.30 Uhr die Badewannenralley-Teilnehmer anfeuern, die sich auf der Elde die größte Wasserschlacht des Jahres liefern werden. "Es müssen noch ein paar Restarbeiten gemacht werden, aber das stört die Rallye nicht", sagt Bürgermeister Norbert Reier.

Mit dem neuen Strandstraßen-Ufer bietet Plau Wassertouristen zukünftig wieder Liegemöglichkeiten in unmittelbarer Stadtkernnähe. Auf einer Strecke von 210 Metern sind Plätze für Tages- und Kurzzeitlieger entstanden - inklusive Stromversorgung und barrierefreien Zugängen an beiden Enden der Kaimauer. Bewirtschaftet werden die Plätze von der Plauer Tourist Info GmbH.

Vor einem Jahr noch war die Uferbefestigung an der Strandstraße in einem besorgniserregenden Zustand gewesen. Die Mauer neigte sich immer mehr Richtung Wasser - und das bereits seit Jahren. Zwischen Hühnerleiter und Hubbrücke bestand akute Abbruchgefahr. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg hatte schon 2008 mit einer Sperrung der Liegeplätze gedroht, sollte der Schaden nicht umgehend behoben werden. Doch so schnell wurde aus der Sanierung nichts. Allein die Planungen für die Baumaßnahmen dauerten zwei Jahre an. Zeitgleich bemühte sich die Stadt um eine gesicherte Finanzierung. In zwei Abschnitten - der erste im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg (WSA) - wurde das Ufer generalüberholt. Der erste Bauabschnitt schlug mit 187 230 Euro zu Buche - getragen vom WSA, der Zweite mit 1 663 210 Euro. Letztere Summe brachte die Stadt durch 299 587 Euro Eigenmittel, 200 000 Euro Förderung vom Innenministerium und 1 163 623 Euro vom Wirtschaftsministerium auf.

Die alte Uferbefestigung aus Natursteinblöcken mit Eichenpfahlgründung ist einer Stahlspundwand gewichen. In den kommenden Tagen wird die Beschilderung aufgestellt, Rettungsringe platziert.

Während die Uferbefestigung bis auf kleine Restarbeiten vollendet ist und die Bauzäune heute den Besuchermassen weichen, dauern die Arbeiten an zwei anderen Plauer Großbaustellen noch an: Der Aussichtsturm-Bau an der Mole geht in die Endphase. "Die Plattform soll Ende Juli fertig sein", sagt Norbert Reier. Die Stahlbauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Die Stadt hatte diese Arbeiten neu vergeben müssen, da die ursprünglich beauftragte Firma trotz Einräumung einer Nachfrist den Auftrag nicht umsetzte. Die Fertigstellung hatte sich dadurch immer wieder nach hinten verschoben. Nun aber ist das Projekt so gut wie fertig. Derzeit laufen die Holzarbeiten. Parallel dazu erhält der Turm seinen Anstrich. "Von der Mole bis zur Schleuse haben wir dann das Gros fertig", sagt Reier.

Lange noch nicht fertig ist hingegen das Museum auf dem Burghof. Hier laufen noch immer die umfangreichen Sanierungsarbeiten des ersten Bauabschnitts. Der Heimatverein hatte zunächst gehofft, das Museum noch in dieser Saison seinen Besuchern im neuen Glanz präsentieren zu können. Daraus wird nichts. "Das Museum wird in diesem Jahr nicht mehr öffnen", sagt Bürgermeister Norbert Reier. Das liegt zum einen am Verzug in den frostigen Wintermonaten, zum Großteil aber am Umfang der Sanierung. "Wir bauen mehr als geplant. Wir bereiten bereits den zweiten Bauabschnitt vor. Wenn man zum Beispiel einen Fahrstuhl nachrüsten will, ist es sinnvoll, den Schacht dafür jetzt schon zu bauen", so das Stadtoberhaupt.

Das nächste Bauprojekt ist bereits im vollen Gange: Der Ausbau des Radweges um den Plauer See hat am Unkel-Bräsig-Weg begonnen. "Darauf wollen wir uns jetzt konzentrieren", sagt Norbert Reier. Heute aber steht das bereits Geschaffte im Mittelpunkt: Tausende Schaulustige werden das Strandstraßen-Ufer einem ersten Härtetest unterzeihen - bei der Badewnannenrallye.

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