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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 18:04 Uhr

Munitionsfund : Strand in Boltenhagen gesperrt

vom

Erneut muss zu Beginn der Badesaison an der Ostsee ein vielbesuchter Strand wegen Munitionsgefahr gesperrt werden.

svz.de von
erstellt am 29.Mai.2015 | 19:26 Uhr

Erneut muss zu Beginn der Badesaison an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ein vielbesuchter Strand wegen Munitionsgefahr gesperrt werden. Wie das Innenministerium in   gestern bestätigte, wird ab kommenden Montag im Ostseebad Boltenhagen (Nordwestmecklenburg) ein etwa 500 Meter langer Strandabschnitt westlich der Seebrücke etappenweise für Besucher geschlossen.

Nachdem Ende 2014 ein Sturm Munitionsreste freigespült habe, seien bei gezielten Grabungen des Munitionsbergungsdienstes weitere Munitionsteile und eine Granate entdeckt worden. Nun solle der gesamte Strandabschnitt systematisch untersucht werden. . Wie die Sprecherin weiter sagte, übernimmt das Innenministerium die Kosten.

Ziel bleibe es, die Arbeiten bis zum 19. Juni abzuschließen. Aus Sicherheitsgründen hätten diese nicht in die Wintermonate verschoben werden können. Kommunalpolitiker äußerten sich kritisch, dass mit den Arbeiten nicht schon früher begonnen wurde und nun der Badebetrieb beeinträchtigt werde. „Die Sicherheit der Badegäste geht in jedem Falle vor. Aber die Frage stellt sich, warum gerade jetzt der Strand gesperrt wird“, sagte Bürgermeister Christian Schmiedeberg. Nach Angaben des Innenministeriums musste zunächst die Finanzierung geklärt und das Ergebnis einer Ausschreibung abgewartet werden. Der Zuschlag sei dann Mitte Mai an einen von vier Bewerbern erteilt worden. Vor genau einem Jahr musste schon der Strand im Ostseebad Rerik   für acht Wochen gesperrt worden, weil dort an einem aufgespülten Abschnitt Weltkriegsmunition gefunden worden war.

Mit zwei großen Siebanlagen war eine Fläche von rund 15000 Quadratmetern untersucht worden. Laut Innenministerium wurden 1683 Kilogramm Munition geborgen, darunter 304 Granaten, 71 Zünder und diverse Munitionsteile. Von einem solchen Ausmaß wird in Boltenhagen nicht ausgegangen. „Wir hoffen, dass die Suche ergibt, dass keine Gefahren bestehen“, sagte Bürgermeister Schmiedeberg.

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