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Raps geschädigt : Strahlend gelbes MV? Vielleicht nicht 2015

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn die Pessimisten recht haben, wird Mecklenburg-Vorpommern im Mai weniger gelb leuchten als sonst. Der Raps ist in in diesem Jahr flächendeckend geschädigt. „Eine Spitzenernte wie im Vorjahr kann es nicht mehr werden“, sagte der Pflanzenbaureferent Frank Schiffner vom Landesbauernverband in Neubrandenburg. Mit der derzeitigen Nässe auf vielen Feldern habe das aber nichts zu tun. Der Hauptgrund: Die Wurzeln der Rapspflanzen sind nicht voll ausgebildet. An ihnen haben die Maden der Kleinen Kohlfliege genagt – und an den Blättern der Rapserdfloh. Beide Schädlinge konnten sich ausbreiten, weil im vergangenen Herbst das Raps-Saatgut nicht gebeizt – also mit einem Pflanzenschutzmittel umhüllt – werden durfte. Die EU hat die Verwendung der Beize wegen des Gehalts an bienenschädlichen Neonikotinoiden für zunächst zwei Jahre verboten. Ein Ersatzwirkstoff ist noch nicht auf dem Markt. Bleibt es dabei, könnte der Raps für die Bauern an Attraktivität verlieren. MV bleibt mit einer Anbaufläche von 229  000 Hektar das Rapsanbauland Nummer 1 in Deutschland. 2014 wuchs Raps noch auf 245  000 Hektar. Mit den leuchtend gelben Feldern zur Blütezeit im Mai wirbt sogar der Landes-Tourismusverband. Wie groß die Schäden tatsächlich sind, wird sich Schiffner zufolge erst im Frühjahr zum Vegetationsbeginn zeigen.

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