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Einnahmen kommen Jugend-Initiativen aus MV zugute : Storch Heinar golft gegen Rechts

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Storch Heinar kann jetzt auch Golf spielen. Zumindest versuchten am Wochenende etwa 20 Teilnehmer des "Golf gegen Rechts"-Turniers es ihrem Schirmherrn beizubringen und taten nebenbei noch etwas Gutes.

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erstellt am 01.Jul.2013 | 07:28 Uhr

Teterow/Schwerin | Storch Heinar kann jetzt auch Golf spielen. Zumindest versuchten am Wochenende etwa 20 Teilnehmer des "Golf gegen Rechts"-Turniers es ihm beizubringen und taten nebenbei noch etwas Gutes. Den ersten Abschlag gab "Storch Heinar" sogar persönlich. "Storch Heinar ist mit seiner Marschkapelle ’Storchenkraft’ schon zum zweiten Mal Schirmherr des Turnieres, weil wir einfach davon begeistert sind", erklärte Julian Barlen von "Endstation Rechts". Das Engagement für mehr Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern sei eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit und gehe jeden etwas an. "Dieser Wettbewerb schafft es, dass wirklich alle Gruppen miteinbezogen werden", so Barlen weiter.

Mit von der Partie war auch der Geschäftsführer der Schweriner Stadtwerke, Josef Wolf. Jedoch hatte er zu Beginn auch einige Bedenken: "Mein erster Gedanke, als ich die Einladung zu diesem Turnier bekommen habe, war: Oh Mann, nun auch noch Golf gegen Rechts, was kommt als Nächstes?" Aber die Idee habe ihm dann doch gefallen, so dass er sich dazu entschlossen hat, sich auf den Weg zum Landhotel Schloss Teschow zu machen. "Ich finde es einfach wichtig, ein Zeichen gegen diese rechtsextreme Gruppierung in unserem Land zu setzen", erklärte Wolf. Für ihn habe es den gleichen Stellenwert, wenn jemand etwas Aktives gegen diese Gruppierung unternehme oder bei einem solchen Turnier eine gemeinnützige Sache unterstütze. Die Einnahmen des Turniers kommen in diesem Jahr der Medienwerkstatt Latücht aus Neubrandenburg und dem Jugendtheater des jüdischen Theaters Mechaje aus Rostock zugute. Die Medienwerkstatt organisiert für Jugendliche einen Auslandsaufenthalt in Polen, um dort Erfahrungen über Integration und Toleranz zu sammeln. Laut Wolf sei das Statement bei einer solchen Aktion die Hauptsache. "Egal wie, aber wir müssen der rechten Szene zeigen, dass sie in unserem Bundesland keinen Platz und keine Stimme hat." Er unterstütze aus diesem Grund auch das landesweite Projekt "Wir. Erfolg braucht Vielfalt". "Gerade die beiden Vereine, die wir mit dem Erlös unterstützen, sind gut, denn dabei helfen wir auch gleichzeitig der Jugend. Und genau da müssen wir ansetzen", so der Schweriner. Dieser Auffassung ist auch Alexander Winter, Inhaber des Landhotels. "Gerade hier im Osten von MV haben wir wirklich ein zunehmendes Problem, was die rechte Szene betrifft. Mit diesem Turnier können wir ein klares Zeichen setzen und das ist das Wichtigste", berichtete Winter. Dennoch gab es vor dem Turnier viele Skeptiker, die den Sinn dieses Turniers infrage stellten. "Ich kann jeden verstehen, der so denkt, aber es ist besser, überhaupt etwas zu tun, als gar nichts", sagte Josef Wolf. Anfang dieses Jahres gab es schon ein "Schach gegen Rechts"-Turnier in Schwerin. Somit bleibt abzuwarten, welche Veranstaltungen gegen Rechts noch gestartet werden, um dieses Statement weiter in MV zu verbreiten.

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