„Pegida“ : Stimmung gegen Asylanten

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Grünen-Politiker Jürgen Suhr warnt vor sinkender Hemmschwelle für Übergriffe

svz.de von
23. Dezember 2014, 07:30 Uhr

Attacken auf Flüchtlinge wie zuletzt in Schwerin und im vorpommerschen Plöwen werden nach Ansicht des Grünen-Politikers Jürgen Suhr durch eine zunehmend fremdenfeindliche Atmosphäre begünstigt. „Derzeit wird vor allem durch die ,Pegida‘-Aktivitäten eine ausgrenzende Stimmung geschürt, die die Hemmschwelle für Übergriffe auf asylsuchende Flüchtlinge verringert. Es darf auch deshalb kein Verständnis für Proteste gegen die Aufnahme von Flüchtlingen geben. Dies wäre ein falsches und gefährliches Signal“, mahnte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Schweriner Landtag gestern.

Die umstrittene Anti-Islamismus-Bewegung „Pegida“ hatte gestern erneut zu Aktionen in Dresden aufgerufen. Anhänger wollen Mitte Januar ebenfalls in Rostock demonstrieren.

In Schwerin war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag ein Afrikaner auf offener Straße überfallen und verletzt worden. Bereits am Sonnabend soll ein Autofahrer in der Nähe von Plöwen direkt auf zwei radfahrende Asylbewerber zugerast sein und einen der beiden mit dem Außenspiegel am Arm getroffen haben. Die beiden 20 und 24 Jahre alten Flüchtlinge aus Syrien seien unverletzt geblieben, hieß es.

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