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Ein Dach für Kinder : Steuern: So können Sie Ihre Spenden absetzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Steuerberaterverband MV gibt Tipps für die Steuererklärung / Unsere Spendenaktion zugunsten des Kinderschutzbundes läuft weiter

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 15:52 Uhr

In der besinnlichen Zeit zum Ende eines Jahres denken viele an andere Menschen in der Welt oder Nachbarschaft, denen es nicht so gut geht und die Schicksalsschläge verschiedenster Art hinnehmen mussten. Soziale Einrichtungen und Organisationen werden dann mit Spenden bedacht. Auch unsere Leser haben unsere Weihnachtsspendenaktion zugunsten des Kinderschutzbundes im Nordosten nach Kräften unterstützt – und helfen auch im neuen Jahr noch weiter, denn das Konto bleibt geöffnet. Zuletzt hat unser Verlag noch 2000 Euro gespendet, sodass bislang insgesamt mehr als 75 000 Euro zusammengekommen sind, mit denen Kindern und Jugendlichen in unserer Region geholfen werden kann. Für alle bisherigen Spenden noch einmal ein großes Dankeschön an unsere Leser!

„Der Staat würdigt dieses private, karikative Engagement und erlässt den Spendern dafür Steuern“, erläutert Hans Sennewald, 1. Vorsitzender des Steuerberaterverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.. Die Zuwendungen können demnach bei der Steuererklärung in einer Höhe von bis zu 20 Prozent der Einkünfte als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Sollten die Beträge darüber hinausgehen, würden diese vorgetragen und wirkten in den folgenden Jahren steuersparend, so Sennewald.

Der Steuerexperte weist jedoch darauf hin, dass das Finanzamt regelmäßig eine Zuwendungsbestätigung des Empfängers nach amtlichem Muster verlangt. Nur in Ausnahmefällen begnüge sich der Fiskus mit einem Bareinzahlungsbeleg oder einer Buchungsbestätigung der Bank, die Namen und Kontonummern von Spender und Empfänger sowie den Betrag und den Buchungstag ausweisen. Das vereinfachte Verfahren gelte beispielsweise für Spenden zur Hilfe in Katastrophenfällen, wenn die Zahlung auf ein spezielles Sonderkonto innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolge, sagt Sennewald.

Bei Zuwendungen bis einschließlich 200 Euro (Kleinspenden) an juristische Personen des öffentlichen Rechts reicht demnach ebenfalls ein Kontoauszug oder eine entsprechende Kopie vom Online-Banking. Begünstigt seien damit u.a. Spenden an kommunale Krankenhäuser oder Universitäten, so der Experte. Bei Kleinspenden an private Organisationen wie an Behindertenwerkstätten oder das Deutsche Rote Kreuz verlange das Finanzamt vom Spender zusätzlich – neben dem Banknachweis – einen seitens des Zuwendungsempfängers ausgestellten Beleg mit weiteren Angaben. Dann stehe dem Steuerabzug nichts mehr entgegen.

Wer sich hinsichtlich der korrekten steuerlichen Berücksichtigung noch unsicher ist, sollte sich, so Hans Sennewald, an einen Experten wenden. Dazu steht der Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e. V. unter www.steuerberater-suchservice.de. zur Verfügung.

 

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