Mecklenburg-Vorpommern : Steuererklärung: 893 Euro zurück

Zwei von fünf Steuerzahlern verzichten auf Antrag / Neue Ratgeberserie

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07. April 2015, 08:00 Uhr

Lange lässt es sich nicht mehr aufschieben: Wer zur Abgabe einer Steuererklärung für das Jahr 2014 verpflichtet ist, muss diese bis zum 1. Juni beim Finanzamt abgeben. Doch auch die freiwillige Steuererklärung kann sich lohnen: Durchschnittlich bekommen deutsche Steuerzahler 886 Euro vom Fiskus zurück. Diese vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Zahl bezieht sich auf das Jahr 2009, denn wer nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, kann sich dafür vier Jahre Zeit lassen. Mecklenburg-Vorpommern bewegte sich demnach mit einer durchschnittlichen Steuerrückerstattung von 893 Euro im vorderen Bereich des Bundesländer-Rankings. Sachsen mit 832 Euro, Baden-Württemberg mit 861 Euro, aber auch Bayern mit 879 Euro lässt unser Land hinter sich. Höhere Steuererstattungen gab es nur in Berlin (909 Euro), Hamburg (930 Euro), Hessen (998 Euro) und Brandenburg (1011 Euro).

Auch bei Steuernachforderungen bewegte sich unser Land im Mittelfeld: 13 859 Steuerpflichtige mussten für das Steuerjahr 2009 Nachzahlungen leisten, durchschnittlich erhielt der Fiskus 729 Euro.

Im vergangenen Jahr waren in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistischem Landesamt 731 800 Personen erwerbstätig. Nach Angaben des Finanzministeriums in Schwerin zahlten sie insgesamt 2,18 Milliarden Euro Lohn- und Einkommensteuer. „Das macht im Schnitt 3000 Euro“, so Ministeriums-Sprecher Stefan Bruhn.

Nicht jeder Steuerzahler gebe aber auch eine Steuererklärung ab. Pro Jahr werden im Schnitt in Mecklenburg-Vorpommern etwa 450 000 Einkommensteuererklärungen bearbeitet, so Bruhn. „Demnach geben über 60 Prozent eine Steuererklärung ab, mehr als die Hälfte macht das mittlerweile auf elektronischem Weg.“ Durchschnittlich 44 Tage dauerte die Veranlagung von Arbeitnehmern im vergangenen Jahr.

Unsere Zeitung wird Ihnen ab heute in einer fünfteiligen Serie Tipps für die Steuererklärung geben. Zum Auftakt geht es heute um die Anlage N, auf denen Arbeitnehmer berufliche Aufwendungen geltend machen können.

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