SPD-Kanzlerkandidat auf MV-Tour : Steinbrück unterstützt "soziale Stadt"

In  Neu Zippendorf zeigen Gabriele Szymanski (l.) von der SWG und Bundestagsmitglied Hans-Joachim Hacker (r.)  dem  SPD-Kanzlerkandidaten  Peer Steinbrück Ergebnisse des „Stadtumbaus Ost“.
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In Neu Zippendorf zeigen Gabriele Szymanski (l.) von der SWG und Bundestagsmitglied Hans-Joachim Hacker (r.) dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück Ergebnisse des „Stadtumbaus Ost“.

Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, hat gestern seine Länderreise durch Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin begonnen. Termine in Rostock und Greifswald werden folgen.

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06. März 2013, 08:28 Uhr

Schwerin | Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, hat gestern seine Länderreise durch Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin begonnen. Termine in Rostock und Greifswald werden folgen.

Beim Besuch der Landeshauptstadt reiste Steinbrück ins Plattenbaugebiet Neu Zippendorf, um sich vor Ort ein Bild vom "Stadtumbau Ost" und den Ergebnissen des Förderprogramms "Soziale Stadt" zu machen. Der Schweriner SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Hacker berichtete, dass die derzeitige Bundesregierung dieses Hilfsprogramm von einst 100 Millionen Euro auf aktuell etwa 40 Millionen zurückgeschraubt habe, die Unterstützung für die Kommunen jedoch unverzichtbar sei. Beim Rundgang zeigte Gabriele Szymanski von der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG), wie mit Hilfe der Bundesmittel das Wohnquartier "Seeterrassen" von einer tristen Plattenbausiedlung in eine von den Mietern begehrte Wohngegend umgestaltet wurde. Sie erläuterte dem Bundespolitiker, wie Abriss, Rückbau und Sanierung der alten Blöcke mit Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung kombiniert wurden. "Das sieht ja pikobello aus, fast wie in einer Reihenhaussiedlung", kommentierte Steinbrück beeindruckt.

Dann fiel sein Blick auf benachbarte, unsanierte Blöcke der städtischen Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS). Hacker erläuterte an konkreten Beispielen, wie die Altschulden die Stadtentwicklung im Osten hemmen. Das Altschuldenhilfegesetz sei nur ein erster Schritt gewesen, dem jetzt weitere folgen müssten, um die Wohnungsgesellschaften zu entlasten.

Schnellen Schrittes marschierte der Kanzlerkandidat durch das Wohngebiet, genoss die frische Luft und steuerte den Stadtteiltreff "Eiskristall" an, wo er schon von Mitgliedern des Vereins "Die Platte lebt" erwartet wurde. "Wir freuen uns über ihr Interesse an einem sozialen Brennpunkt-Stadtteil, den wir selbst eigentlich ungern so nennen, weil hier das soziale Miteinander ganz gut funktioniert", sagte Vorsitzender Hanne Luhdo. Sie informierte den Politiker über verschiedene Projekte des Vereins wie etwa den geplanten Plattenpark. Steinbrück war sichtlich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement und versprach Unterstützung für das Programm "soziale Stadt".

Der Besuch des SPD-Spitzenkandidaten in dem Schweriner Wohngebiet war indes nicht unbemerkt geblieben, Passanten schossen Fotos von dem Prominenten. Doch Anwohner wie Frank Fandrich waren auch verärgert darüber, dass sie keine Möglichkeit zum Gespräch fanden. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass auch wir einfachen Bürger vorab von dem Besuch erfahren hätten", kritisierte er.

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