Stefan Beinlich tritt als Hansa-Manager zurück

Stefan Beinlich verlässt die Kogge. Freitag gab der Verein den Rücktritt des Managers bekannt. Foto: Georg Scharnweber
Stefan Beinlich verlässt die Kogge. Freitag gab der Verein den Rücktritt des Managers bekannt. Foto: Georg Scharnweber

svz.de von
08. Juni 2012, 09:09 Uhr

Ros-tock | Paukenschlag kurz vor dem morgigen Trainingsauftakt beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock: Manager Stefan Beinlich zieht die Konsequenzen aus dem Zweitliga-Abstieg und legt zum Ende des Monats sein Amt nieder. "Ich trage dafür die Verantwortung und kann nicht einfach so tun, als sei nichts geschehen. Dass ich nach Saisonende nicht alles stehen und liegen lasse, sondern dem Wunsch des Vorstandes nach Begleitung der Saisonplanung nachkomme, war für mich selbstverständlich. Jetzt ist die Saison 2012/13 auf den Weg gebracht, und ich kann Danke sagen dem FC Hansa, den Fans für ihre ungebrochene Leidenschaft, den Verantwortlichen für das Vertrauen, den Trainern, der Mannschaft, Mitarbeitern, Sponsoren und Medienvertretern für zwei lehrreiche und emotionale Jahre", so der 40-Jährige.

Vorstand zeigt Verständnis für Beinlich

Ursprünglich wollte Beinlich bereits unmittelbar nach dem feststehenden Abstieg die Kogge verlassen. Doch um die Vorbereitungen auf die neue Saison nicht zu gefährden, entschied sich der ehemalige deutsche Nationalspieler dazu, seinen Rücktritt aufzuschieben. "Diese Konsequenz als Verantwortlicher für die Lizenzmannschaft spricht für Stefan Beinlich. Wir haben Verständnis für diese weitreichende Entscheidung, auch wenn wir sie sehr bedauern. Um die ohnehin schwierige Kaderplanung nicht zu gefährden, bat der Vorstand ihn, den Cheftrainer bei der Zusammenstellung des Teams im Hinblick auf die neue Saison zu unterstützen. Es war vereinbart worden, dass Stefan Beinlich erst nach Beendigung der strategischen Planungen von seinem Posten zurücktritt", erklärt Bernd Hofmann, Vorstandsvorsitzender des FC Hansa.

Stefan Beinlich hatte vor zwei Jahren René Rydlewicz als Sportlichen Leiter abgelöst und gemeinsam mit Trainer Peter Vollmann den Verein nach dem erstmaligen Absturz in die Drittklassigkeit direkt wieder ins Fußball-Unterhaus zurückgeführt. Allerdings lief die vergangene Spielzeit alles andere als rund. Auch bedingt durch Fehlgriffe auf dem Transfermarkt vermochte es der FCH nicht, die 2. Liga zu halten und musste als Schlusslicht erneut den Abstieg hinnehmen. Mit lediglich fünf Siegen und nur 27 Punkten absolvierte Hansa die bislang schwächste Serie seit Zugehörigkeit zum Deutschen Fußball-Bund. Aufgrund dieser desaströsen sportlichen Bilanz zog Stefan Beinlich, nach einem für ihn auch im Privaten schwierigen Jahr, die Konsequenz und macht den Weg frei für einen Neuanfang.

Suche nach einem Nachfolger beginnt

Für Bernd Hofmann gilt es, schnellstmöglich einen Nachfolger für Beinlich zu finden. Allerdings trifft den Vorstandsvorsitzenden der Rücktritt nicht gänzlich unvorbereitet, konnte er in den zurückliegenden vier Wochen schon nach einem Ersatz Ausschau halten. Zuletzt bekundete mehrfach Hansas Ex-Spieler Martin Pieckenhagen Interesse an einem Posten mit Verantwortung.

Bis eine Entscheidung über einen Nachfolger getroffen ist, übernimmt Cheftrainer Wolfgang Wolf die Manager-Aufgaben als Interimslösung.

Drei Aufstiege mit dem FC Hansa

Stefan Beinlich absolvierte insgesamt 288 Erstliga-Partien für den FC Hansa Rostock, Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und den Hamburger SV. Zudem lief er 56-mal für den FCH in der
2. Liga auf und schaffte mit den Ostseestädtern 1995 sowie 2007 den Sprung in die 1. Bundesliga. 2010 kehrte Beinlich als Manager zu Hansa zurück und führte den Club gemeinsam mit Trainer Peter Vollmann von der 3. in die 2. Liga zurück.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen